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Gelungenes Alonso-Debüt Palmer überragt bei Chelseas Sieg in Fulham

Sport

Joao Pedro brachte Chelsea schon in der 1. Minute in Führung. Joshua King traf zum Ausgleich für Fulham, Chelseas Rekord-Neuzugang Morgan Rogers (41.) brachte die "Blues" vor der Pause erneut in Führung. Der überragende Cole Palmer erhöhte kurz nach Wiederanpfiff auf 3:1. Gonzalo Garcia (54.) konnte für Fulham verkürzen, am Ende stand aber ein 3:2-Erfolg für Chelsea und ein gelungenes Debüt für Coach Alonso.

Das Derby der beiden Klubs aus dem Londoner Westen war zugleich das Duell der zwei neuen Teammanager Alvaro Arbeloa und Xabi Alonso. Beide hatten in der Vorsaison Real Madrid trainiert, beide waren bei den "Königlichen" vom Hof gejagt worden.

Vor allem von Xabi Alonso wird auf der Insel viel erwartet, trotz des missglückten Engagements bei Real. Der ehemalige Leverkusener Meistercoach soll die "Blues" nach einer weiteren maßlos enttäuschenden Saison (Platz 10) wieder in Richtung Liga-Spitze bringen.

Blitzstart von Chelsea bei Alonso-Debüt

Und einen besseren Start hätten Alonso und sein neues Team nicht erwischen können, nach noch nicht einmal einer Minute bejubelte Chelsea den ersten Saisontreffer. Es war die Koproduktion zweier Spieler, die einen frustrierenden WM-Sommer erlebt hatten: Cole Palmer, im EM-Finale 2024 noch Torschütze für England, war ebenso nicht in den WM-Kader berufen worden wie Joao Pedro bei der "Selecao". Im Craven Cottage schlugen beide gleich beim ersten Chelsea-Angriff zu: Palmer bediente Pedro mit einem feinen Pass in die Tiefe, der Brasilianer legte den Ball eiskalt vorbei an Bernd Leno im Fulham-Kasten.

Fulham offensiv - und mit dem verdienten Ausgleich

Alonso setzte beim Pflichtspieldebüt mit einer Fünferkette auf Kompaktheit und Absicherung. Das funktionierte nur zum Teil, weil Fulham nach einer Viertelstunde das Tempo massiv verschärfte. Es entwickelte sich eine abwechslungsreiche, phasenweise wilde Partie. Den ersten Kracher von King von der Strafraumgrenze konnte Robert Sanchez noch parieren (20.). Drei Minuten später wurde Chelseas Keeper aber von King auf dem falschen Fuß erwischt: Rogers verlor Fulhams Spielmacher aus den Augen, Timothy Castagne steckte durch auf King, der jagte den Ball ins kurze Eck.

Fulham blieb dominant, Oscar Bobb vergab die nächste dicke Gelegenheit (27.). Chelsea verlor zwischendurch den Überblick, fing sich dann aber wieder - dank des wiedererstarkten Palmer. Der Offensivmann, den eine enttäuschende Rückrunde die WM-Nominierung gekostet hatte, spielte giftig, stark in der Balleroberung, spielfreudig und war auf einmal wieder die Schaltzentrale im Chelsea-Spiel: Nach einer halben Stunde legte er Pedro fast den zweiten Treffer auf, die Direktabnahme des Brasilianers rauschte nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auch bei der erneuten Führung der "Blues" war Palmer der Ausgangspunkt, mit einem öffnenden Pass für Maxence Lacroix. Der Franzose legte ab in die Mitte, dort stand Rogers völlig blank und knallte den Ball unter die Latte.

Palmer überragend - und mit dem Tor zum 3:1

Nach der Pause machte Chelsea dort weiter, wo es aufgehört hatte: Palmer initiierte die nächsten Angriffe, drei Minuten nach Wiederanpfiff war er auch von drei Gegnern nicht zu halten, sein Schuss vom Strafraumeck ging nur haarscharf vorbei. Eine Minute später krönte Palmer dann seine Leistung: Pedro spielte diesmal den Vorbereiter, stürmte bei einem Konter bis in den Strafraum und legte genau im richtigen Moment ab für Palmer, der tunnelte Keeper Leno zum 3:1.

Rogers hätte zwei Minuten später fast das 4:1 nachgelegt - Fulhams Verteidiger Antonee Robinson blockte den Schuss im letzten Moment ab. Chelsea hatte Fulham in den Seilen, doch die Hausherren schafften wieder den Anschluss. Castagne hielt nach einem verunglückten Klärungsversuch drauf, Sanchez konnte den Schuss nur nach vorne abwehren, Garcia drückte den Ball per Kopf über die Linie.

Fulham drängte bis in die Schlussphase hinein auf den Ausgleich. Die beste Chance vergab King (73.), der Lacroix am Strafraumeck stehen ließ und aufs kurze Eck zielte, seinen zweiten Treffer aber knapp verfehlte.

Buhrufe bei Fernandez-Einwechslung

Ansonsten sorgte die Einwechslung von Enzo Fernandez bei Chelsea nach 65 Minuten für viel Aufmerksamkeit. Hartnäckig hielten sich im Sommer Gerüchte über einen bevorstehenden Abgang des Argentiniers. Das Verhältnis zu den Chelsea-Fans gilt als angespannt - bei seiner Einwechslung gab es viele Buhrufe, aber vor allem aus der Ecke der Fulham-Fans. Wohl auch die Quittung für das provokante Auftreten von Fernandez nach dem 2:1-Halbfinalsieg gegen die "Three Lions".

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