DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,50 % 62.754,53 Pkt 03:37:00 Gold +1,43 % 4.106,90 USD 03:41:59 Silber +1,34 % 58,37 USD 03:41:57 Brent 0,00 % 90,12 USD 20:28:19 WTI -5,04 % 80,40 USD 03:42:01 Bitcoin -0,62 % 63.105,21 USD 03:52:01 EUR/USD +0,10 % 1,15350 USD 03:51:55 EUR/GBP 0,00 % 0,85600 GBP 03:52:01 EUR/CHF +0,43 % 0,93270 CHF 03:52:02 EUR/JPY -2,34 % 180,260 JPY 03:52:02

GEMA, Suno und KI-Musik: Warum PLAI jetzt spannend wird

Technologie

PLAI by GEMA: Legales Futter für KI-Musiktools Die hat mit PLAI by GEMA einen Datensatz veröffentlicht, der speziell für das Training von KI-Musiktools gedacht ist. Das Paket verbindet Soundfiles und umfangreiche Metadaten mit den nötigen - und Masterrechten. Für Musikschaffende ist das interessant, weil hier ein konkreter Weg gezeigt wird, wie KI-Training lizenziert und damit vergütungsfähig ablaufen kann. Entwickelt wurde der Datensatz zusammen mit fünf Partner-Verlagen: Bailer Music Publishing, Earmotion Audio Creation, Intervox Production Music, Music Sculptor und Sonoton Music. Laut GEMA ist es das erste Angebot dieser Art in Europa, das Rechte, Audio und Metadaten aus einer Hand bündelt. Als erster Kunde nutzt das Karlsruher Unternehmen Klangio den Datensatz für das Training seiner KI-gestützten Notentranskription. Die GEMA verfolgt mit dem Angebot das Ziel, beteiligte Rechteinhaber an der Wertschöpfung durch KI zu beteiligen. PLAI by GEMA: Die Eckdaten des Datensatzes Lizenzierter Musikdatensatz für das Training von KI-Musiktools Bündelt Urheber- & Masterrechte, Soundfiles & Metadaten aus einer Hand Rund 178.000 Audiofiles & etwa 57.000 Werke Über 60 Genres, individuell kuratierbar Basis-Metadaten wie Genre, Tempo & Tonart Weiterführende Daten wie Segmente, Zeitstempel, ISRC sowie Stimmung & Zielgruppe Zum Start fünf beteiligte Partner-Verlage, erster Kunde ist Klangio aus Karlsruhe Für welche KI-Tools PLAI gedacht ist Der Datensatz richtet sich laut GEMA an KI-Tools, die Musikschaffende im Produktionsprozess unterstützen. Deren Ergebnisse sollen nicht mit den verwendeten Trainingswerken konkurrieren. Damit zielt das Angebot auf assistierende Anwendungen, nicht auf generative Musikgeneratoren. Ein Beispiel ist der erste Kunde Klangio. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Notentranskription, die Aufnahmen automatisch in spielbare Notation überführt. Für Musiker und ist genau diese Trennung der Schlüssel: PLAI liefert Trainingsmaterial für Werkzeuge, die im unterstützen, statt fertige Musik zu erzeugen. Mit rund 178.000 Files bleibt der Datensatz überschaubar und spitz. Für breit angelegte generative KI-Modelle dürfte er allein kaum ausreichen, für spezialisierte Tools ist er dagegen passgenau kuratierbar. Rechte aus einer Hand: Die Partner Wichtig ist die Abgrenzung: PLAI enthält nicht das gesamte GEMA-Repertoire, sondern die Kataloge von fünf Partner-Verlagen. Beteiligt sind Bailer Music Publishing, Earmotion Audio Creation, Intervox Production Music, Music Sculptor und Sonoton Music. Sie steuern neben den Aufnahmen auch die Metadaten bei. Das System ist nach Angaben der GEMA skalierbar und offen für weitere Verlage, Verwertungsgesellschaften und Rechteinhaber. Als Vorteil gegenüber Web-Scraping führt die GEMA eine rechtssichere und nach eigener Darstellung ethisch einwandfreie Datenbeschaffung an. Wie die Vergütung im Detail an die Urheber ausgeschüttet wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch die Kosten für KI-Anbieter nennt die GEMA nicht. Hintergrund: Der juristische Kampf gegen unlizenziertes KI-Training Der Start des Datensatzes fällt in eine Phase, in der die GEMA auf ein Urteil im Rechtsstreit gegen den KI-Musikgenerator Suno am Landgericht München wartet. Die GEMA wirft dem Anbieter vor, sein Tool ohne Lizenz mit geschützten Aufnahmen trainiert zu haben. Eine Entscheidung wird für den 31. Juli 2026 erwartet. Bereits im November 2025 hatte dasselbe Gericht zugunsten der GEMA gegen OpenAI entschieden. PLAI dient in diesem Zusammenhang auch als praktischer Nachweis, dass lizenziertes KI-Training organisatorisch möglich ist. Preise oder Preismodelle für das Datenpaket nennt die GEMA bislang nicht, PLAI by GEMA wird auf Anfrage individuell kuratiert.

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