Gemälde von Monet für Rekord-Summe versteigert
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Paris – Dieses Bild des berühmten Malers Claude Monet war fast ein Jahrhundert lang vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen. Sein Wert wurde auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt. Doch am Donnerstagabend ging das monumentale Werk für eine weitaus höhere Summe an einen neuen Besitzer. Rekord-Auktion in Paris!
Claude Monets „Iris“ wurde beim Auktionshaus Sotheby’s verkauft. Laut Bloomberg handelt es sich um den höchsten Preis, der jemals bei einer Auktion in Frankreich für ein Kunstwerk gezahlt wurde.
So viel brachte Monets „Iris“ bei der Auktion ein
Ein Käufer zahlte am Ende 50,045 Millionen Euro für das Gemälde. Noch nie wurde für eines seiner rund 20 sich ähnelnden „Iris“-Bilder so viel Geld bezahlt. Die bisherige Bestmarke lag bei 17,1 Millionen – bei einer Versteigerung 2015 in London. Monets teuerstes Gemälde bleibt jedoch „Meules“: Das Heuhaufen-Bild wurde 2019 in New York für knapp 100 Millionen Euro versteigert.
„Iris“ entstand 1924 oder 1925 in Monets letzten Lebensjahren. Der französische Maler schuf das Werk nach Angaben von Sotheby’s in Giverny bei Paris , wo er seinen berühmten Garten mit Seerosenteich angelegt hatte. Das Ölgemälde ist knapp 1,60 mal 1,80 Meter groß. Laut „The Art Newspaper“ ist es das größte Bild aus Monets Iris-Serie, das auf den Kunstmarkt gekommen ist.
Wem das Bild bislang gehörte
Versteigert wurde das Werk von den Erben der bekannten Unternehmerfamilie Schlumberger. Nach Monets Tod war das Gemälde zunächst an seinen Sohn Michel Monet gegangen. Über die Pariser Galeristin Katia Granoff gelangte es schließlich in die Sammlung von Jeanne Schlumberger, der Ehefrau des Firmenmitgründers Marcel Schlumberger.
Die Sammlerin behielt den Monet jahrzehntelang in ihrem Pariser Stadthaus und verlieh ihn nicht für Ausstellungen. Das Gemälde war bisher nur durch eine Schwarz-Weiß-Fotografie bekannt und wurde erst vor der Auktion zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Dadurch blieb das Kunstwerk in einem außergewöhnlichen Zustand: Es wurde weder mit Lack überzogen noch mit einer zweiten Leinwand hinterlegt oder restauriert. Selbst die dicken, reliefartigen Farbschichten sind erhalten, heißt es. Wer der neue Besitzer des Rekord-Werks ist, blieb unbekannt.