Gen Z: „Die Demut kehrt zurück - aber nicht bei allen“
Berlin. Vier-Tage-Woche, flexible Arbeitszeiten, dauerhaftes mobiles Arbeiten: Bis vor Kurzem konnten junge Beschäftigte solche Bedingungen noch selbstbewusst einfordern. Die Generation Z konnte sich ihre Arbeitgeber quasi aussuchen. „Unternehmen müssen für junge Leute kämpfen“, sagte etwa der Forscher Ulf Rinne vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit im Jahr 2023 zum Handelsblatt. „Sie können ihre Wünsche viel besser und häufiger durchsetzen als frühere Generationen.“
Und heute? Trifft die Wirtschaftskrise Berufseinsteiger mit voller Wucht. Laut einer aktuellen Auswertung der Jobplattform Indeed sind die Stellenangebote für Jobanfänger seit ihrem Höchststand 2022 um zwei Drittel eingebrochen – und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt.
„Wer heute ins Berufsleben startet, hat nur noch ein Drittel der Stellen zur Auswahl, die es noch vor vier Jahren gab“, sagt Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld.
Was bedeutet das für eine Generation, der einst eine enorme Marktmacht zugeschrieben wurde? Welche Ansprüche stellen junge Menschen heute noch an ihr Arbeitsleben? Müssen sie ihre Bedürfnisse nun doch dem Job unterordnen? Und vor allem: Sind sie dazu bereit?