Generalversammlung: So will die Uno den nächsten Trump-Eklat auf der Rolltreppe verhindern
Der US-Präsident hat den Vorfall ganz offensichtlich immer noch nicht verarbeitet. Er hatte der Uno erst in der vergangenen Woche erneut vorgeworfen, die Rolltreppe vorsätzlich »abgestellt« zu haben. Nach diesem Vorwurf der angeblichen technische »Sabotage« wollen die Vereinten Nationen ein neuerliches Debakel verhindern: Vor Trumps Rede am Dienstag sei eine Rolltreppe im New Yorker Uno-Hauptsitz »überprüft und noch einmal überprüft worden«, sagte der Sprecher von Uno-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, am Montag.
Die Rolltreppe hatte im vergangenen Jahr angehalten, als Trump und seine Ehefrau Melania diese betraten. Das Paar musste die Stufen daraufhin zu Fuß erklimmen. »Glücklicherweise war die First Lady sehr stark, und ich konnte mich an ihrem Rücken oder an einem anderen Körperteil festhalten. Es war tatsächlich ein bisschen weiter unten als der Rücken«, sagte der 80-Jährige.
Die Uno nahm sich zudem den Teleprompter vor, der während Trumps Rede bei der Generaldebatte im vergangenen Jahr ausgefallen war. »Es wurden neue Vorkehrungen getroffen, um der US-Delegation die Nutzung des Teleprompters zu erleichtern«, sagte Dujarric. »Wir hoffen, dass damit alles reibungslos funktioniert.«
Zu dem angeblichen Problem mit der Tonanlage erklärte ein Uno-Vertreter, diese sei darauf angelegt, dass die Teilnehmer der Vollversammlung die Reden in sechs verschiedenen Sprachen gedolmetscht über ihre Kopfhörer verfolgen können.
Im vergangenen Jahr hatte Trump seine Rede bei der Vollversammlung genutzt, um Fundamentalkritik an den Vereinten Nationen zu üben und ihre internationale Bedeutung in Abrede zu stellen. »Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen nicht in der Lage waren, die Aufgabe zu erfüllen, für die sie gegründet wurden«, schrieb er nach dem Technik-Vorfall in seinem Onlinedienst Truth Social.