Genial: Wer diese Handy-Einstellung kennt, wird sie ab sofort immer aktivieren
ruhr24
Service
Genial: Wer diese Handy-Einstellung kennt, wird sie ab sofort immer aktivieren
Von: Magnus Hoppe
Uns auf Google folgen
Übelkeit im Auto, Bus oder Flugzeug? Eine kaum bekannte Handy-Einstellung soll die Reisekrankheit spürbar lindern.
Dortmund – Egal ob im Zug oder im Auto: Manchen Menschen wird bei der Fahrt schlecht oder schwindelig, wenn sie aufs Handy schauen oder nur ein Buch lesen. Dahinter steckt die sogenannte Kinetose, auch Reisekrankheit oder Bewegungskrankheit genannt. Zumindest für die Handy-Nutzung während der Fahrt gibt es jetzt aber erste Lösungen, die den Symptomen entgegenwirken.
Reisekrankheit im Auto: Warum das Handy die Übelkeit verstärkt
Doch zunächst dazu, warum uns überhaupt schwindelig wird: Ausgelöst wird die Kinetose durch Bewegungsreize, die auf den Gleichgewichtssinn wirken, wie die Techniker Krankenkasse (TK) erklärt. Das Gleichgewichtsorgan nimmt eine andere Bewegung wahr als die Augen. Damit ist der Körper überfordert. Uns wird schlecht oder schwindelig.
Apple hat gegen diesen Effekt die „Fahrzeug-Bewegungshinweise“ eingebaut. Animierte Punkte am Bildschirmrand verschieben sich mit der Bewegung des Fahrzeugs. So sieht das Auge die Bewegung, ohne dass die Nutzung des Handys gestört wird, wie Apple in einer Support-Anleitung beschreibt. Die Funktion steckt bereits seit iOS 18 in iPhones. Nutzer können sie folgendermaßen aktivieren:
„Einstellungen“ öffnen
Auf „Bedienungshilfen“ tippen, dann auf „Bewegung“
„Fahrzeug-Bewegungshinweise“ auswählen und eine der dort gelisteten Optionen antippen
Mit der Auswahl „Automatisch“ starten die Punkte selbstständig, sobald das iPhone beispielsweise eine Autofahrt erkennt
Eigentlich selbstverständlich, aber dennoch wichtig: Wer selbst am Steuer sitzt, sollte die Funktion laut Apple nicht nutzen. Sie richtet sich an Mitfahrer und wirkt am besten in Fahrtrichtung (mehr News rund um Auto und Verkehr bei RUHR24).
Gibt es eine ähnliche Funktion bei Android? Motion Assist kommt langsam, aber sicher
Bei Android-Geräten heißt die Funktion „Motion Assist“. Seit August 2026 rollt Google sie mit Android 17 auf ersten Handys der hauseigenen Pixel-Reihe aus. Der Start verläuft jedoch schleppend: Bislang wurde Motion Assist nur auf dem Pixel 11 Pro entdeckt, wie das Fachportal Android User berichtet.
Sobald die Funktion flächendeckender verfügbar ist, sollte sie sich jedoch wie folgt aktivieren lassen:
Die Einstellungen des Android-Handys öffnen
Auf das Profil beziehungsweise „Google-Dienste und Einstellungen“ tippen
„Alle Dienste“ auswählen und zu „Persönliche Sicherheit & Gerätesicherheit“ scrollen
„Bewegungsassistenz (Motion Assist)“ auswählen und einschalten
Anschließend startet die Funktion laut Android User automatisch bei fahrendem Fahrzeug. Farbe, Form und Deckkraft der Punkte lassen sich anpassen.
Mehr Themen rund um Digitales:
Handynetz wird abgeschaltet: Über 2 Millionen Geräte sind dann unbrauchbar
WLAN nachts ausschalten: Bürger ahnen drei Vorteile nicht
Alle Handy-Besitzer: Oranger Punkt in der Statusleiste ist ein Warnsignal
Schwindel oder Übelkeit im Auto: Weitere Tipps gegen die Reisekrankheit
Auch das eigene Verhalten hilft, um der Reisekrankheit vorzubeugen oder sie einzugrenzen. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt bei Symptomen, den Blick nach vorne zu richten und einen festen Punkt am Horizont oder auf der Straße zu fixieren.
Auch der richtige Sitzplatz ist entscheidend. Empfindliche Personen sollten im Auto vorn neben dem Fahrer sitzen, im Flugzeug am Fenster über der Tragfläche und im Zug in Fahrtrichtung. Bei längeren Autofahrten helfen regelmäßige Pausen und frische Luft. Leichte Mahlzeiten schonen den Magen, ebenso Kaugummi oder Möhren. Ingwer mildere laut TK außerdem den Brechreiz.