Geschäft erholt sich überraschend
Startseite Lokales Kreis Kassel Niestetal Optimismus bei SMA Solar: Geschäft erholt sich überraschend – das sind die Hintergründe Von: Daniel Seeger Uns auf Google folgen Der nordhessische Solartechnikhersteller hat im zweiten Quartal 2026 ein operatives Ergebnis von 51,5 Millionen Euro erzielt. Analysten hatten nur mit 32 Millionen Euro gerechnet. Niestetal – SMA hat im zweiten Quartal 2026 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Zwei Sondereffekte stärkten das Ergebnis. Zugleich hob der Niestetaler Solartechnikhersteller seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Der Umsatz sank leicht von 357,1 auf 345,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern, kurz EBIT, stieg dagegen auf 51,5 Millionen Euro. Analysten hatten mit 32 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahresquartal hatte SMA noch einen operativen Verlust von 30,4 Millionen Euro verbucht. Solartechnik aus Nordhessen: SMA erholt sich überraschend Zum Ergebnis trugen zwei Sondereffekte bei. Einer davon betraf Zölle in den USA. SMA hatte diese Abgaben zuvor gezahlt. Nachdem die Zölle vom Obersten Gerichtshof als rechtswidrig eingestuft worden waren, erhielt das Unternehmen das Geld früher als erwartet und nahezu vollständig zurück. Davon profitierte vor allem die Großanlagensparte, weil sie den größten Teil der betroffenen Geschäfte abwickelte. Zudem profitierte SMA von zuvor abgewerteten Vorräten. Das Unternehmen hatte deren Bilanzwert gesenkt, weil der Absatz in der kriselnden Heim- und Gewerbesparte schwach war. Durch eine gezielte Verkaufsaktion fand SMA jetzt Abnehmer auf dem Zweitmarkt. Deshalb konnte der Konzern einen Teil der früheren Wertberichtigungen rückgängig machen. Das verbesserte das Ergebnis der Sparte um 21,7 Millionen Euro. Ihr EBIT stieg von minus 83,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 500.000 Euro. Wirtschafts-Nachrichten direkt ins Postfach Der HNA‑Wirtschaftsnewsletter bringt Ihnen alle zwei Wochen dienstags zur Mittagszeit einen schnellen, kompakten Überblick über das, was die Wirtschaft in und um Kassel bewegt – gezielt aufbereitet für Entscheider, Mittelstand, Gründer und alle, die beruflich oder privat am regionalen Wirtschaftsleben hängen. Lesen Sie die aktuelle Ausgabe und melden Sie sich kostenlos an. Auch ohne die Sondereffekte entwickelte sich das Geschäft besser. Das bereinigte EBIT erhöhte sich von 18 auf 27,7 Millionen Euro. SMA erwartet für 2026 nun einen Umsatz zwischen 1,625 und 1,725 Milliarden Euro. Bisher hatte das Unternehmen mit dem oberen Drittel einer Spanne von 1,475 bis 1,675 Milliarden Euro gerechnet. Als Gründe nennt SMA ein verbessertes Marktumfeld, eine positive operative Entwicklung und günstigere Wechselkurse. Den vollständigen Halbjahresbericht will das Unternehmen am 13. August veröffentlichen.