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Geschlechterverhältnis in Deutschland: In Deutschland leben mehr Frauen als Männer

Wissenschaft

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zur Geschlechterverteilung in Deutschland veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sich das Verhältnis von Männern und Frauen je nach Altersgruppe und Region unterscheidet. Insgesamt sind Frauen in der Überzahl, auf 1.000 Männer kommen bundesweit 1.027 Frauen.

In jüngeren Altersgruppen dominieren dagegen Männer. Am deutlichsten ist der Männerüberschuss in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen, wo es pro 1.000 Männer 912 Frauen gibt. Bei den unter 18-Jährigen kommen 947 Mädchen auf 1.000 Jungen, bei den 30- bis 49-Jährigen 969 Frauen auf 1.000 Männer. Ein Grund dafür sei, dass grundsätzlich etwa fünf Prozent mehr Jungen als Mädchen geboren würden, heißt es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamtes. Außerdem seien etwas mehr Männer als Frauen nach Deutschland eingewandert.

Frauen sind ab 50 Jahren in der Überzahl

Ab 50 Jahren dreht sich das Geschlechterverhältnis dann um. In der Gruppe zwischen 50 und 64 kommen 1.011 Frauen auf 1.000 Männer, bei den über 64-Jährigen sind es 1.260 Frauen auf 1.000 Männer. Dies sei hauptsächlich auf die höhere Lebenserwartung von Frauen zurückzuführen. In höheren Altersgruppen gebe es zudem eine höhere Abwanderung von Männern.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes weisen regionale Unterschiede auf, Frauen sind aber überall in Deutschland in der Überzahl. Besonders hoch ist der Frauenüberschuss in Schleswig-Holstein (1.044 Frauen auf 1.000 Männer), Mecklenburg-Vorpommern (1.043 Frauen auf 1.000 Männer) und Hamburg (1.042 Frauen auf 1.000 Männer). Am ausgeglichensten ist das Verhältnis in Baden-Württemberg (1.016 Frauen auf 1.000 Männer), Bayern (1.017 Frauen auf 1.000 Männer) und Bremen (1.019 Frauen auf 1.000 Männer).

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