„Gewaltige Ausbrüche“
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NRW
Experten sehen Chancen auf Polarlichter – „kann gewaltige Ausbrüche geben“
Von: Laura Otten
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Im Oktober könnten von NRW aus wieder Polarlichter am Nachthimmel sichtbar werden. Wer sie zu Gesicht bekommen möchte, braucht vermutlich etwas Glück.
Hamm – Die Nächte werden länger, dunkler – und damit steigen auch die Aussichten auf ein ganz besonderes Naturschauspiel am Himmel über Nordrhein-Westfalen: Polarlichter. Nach Einschätzung von Experten könnten die farbenprächtigen Leuchterscheinungen bereits im Oktober wieder zu sehen sein.
Grund für die Hoffnung ist die anhaltend hohe Aktivität der Sonne, wie das Planetarium Hamburg mitteilt. „Wir befinden uns noch immer in einer aktiven Phase der Sonne, denn sie hat gerade in ihrem elfjährigen Zyklus das solare Maximum durchlaufen. So kann es auf ihr noch immer gewaltige Ausbrüche geben“, erklärt Dr. Björn Voss, Direktor des Planetarium Hamburg.
Polarlichter meist nur in Polnähe sichtbar – selten hierzulande
Diese Ausbrüche sind es, die am Nachthimmel für Farbenspiele sorgen können – vor allem in Polnähe, mitunter aber auch weit darüber hinaus. Verantwortlich dafür ist ein physikalischer Prozess: Bei starken Eruptionen schleudert die Sonne riesige Mengen geladener Teilchen ins All. Trifft dieser Sonnenwind auf das Magnetfeld der Erde, werden die Partikel zu den Polen gelenkt. Dort kollidieren sie in großer Höhe mit den Gasmolekülen der Atmosphäre und bringen sie zum Leuchten – je nach Gas und Höhe in Grün, Rot oder Violett. Laut Voss lassen sich Nord- und Südlichter deshalb in der Regel eher in den Polarregionen beobachten – „nur manchmal sind die Sonnenstürme so intensiv, dass die Polarlichter auch hierzulande zu sehen sind“. Eine verlässliche Vorhersage sei dabei kaum möglich – im Oktober heißt es also: Augen offen halten.