Gewaltiger Abbruch an Schöntaufspitze bei Sulden
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Gewaltiger Felssturz in Südtirol: Tausende Kubikmeter Gestein donnern ins Tal
Von: Martina Hunger, Felix Graf
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An der Vorderen Schöntaufspitze oberhalb von Sulden in Südtirol hat sich am Samstagnachmittag ein gewaltiger Felssturz ereignet. Tausende Kubikmeter Gestein lösten sich unvermittelt aus der Bergflanke und donnerten ins Tal. Eine riesige Staubwolke hüllte die betroffene Region im Ortlergebiet weiträumig ein.
Sulden (Südtirol) – Verletzt wurde nach bisherigen Informationen glücklicherweise niemand, da die Gesteinsmassen in unbewohntem Gelände niedergingen. Zudem waren die Wanderwege im betroffenen Gebiet nach Angaben von Alpin.de bereits vor dem Ereignis vorsorglich gesperrt worden.
Wie Südtirol News berichtete, hat sich die Lage am Ortler nach dem Vorfall jedoch noch nicht vollständig beruhigt. Nach dem großen Hauptabbruch wurden weitere, kleinere Felsbewegungen registriert, weshalb die betroffene Bergflanke weiterhin intensiv überwacht werden muss.
Bergrettung im Drohneneinsatz und Geologen vor Ort
Der Bergrettungsdienst CNSAS in Sulden hat das Gebiet laut Südtirol News bereits mit einer Spezialdrohne überflogen und fotografisch dokumentiert. Geologen des Landes sollen sich nun vor Ort ein genaueres Bild von der Stabilität des Hanges machen, wofür auch ein Hubschrauber zum Einsatz kommt.
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Christian Knoll vom Bergrettungsdienst CNSAS warnte gegenüber Südtirol News, dass jederzeit weitere Gesteinsmassen abbrechen könnten. Eine unmittelbare Gefahr für Menschen bestehe nach derzeitiger Einschätzung jedoch nicht, da der Abbruchbereich abseits von bewohnten Gebäuden und Wanderrouten liege.
Niederschläge und schmelzender Permafrost als Auslöser
Die genaue Ursache für den Abbruch wird derzeit noch untersucht. Auslöser könnten die starken Niederschläge der vergangenen Tage sein, da eingedrungenes Wasser die Risse im Fels destabilisieren kann. Gefrorenes Wasser in den Klüften könnte den Stein zusätzlich aufgesprengt haben und auch das Fehlen von stabilisierendem Permafrost gibt Grund zur Sorge.
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