Gewaltiger Felssturz erschüttert Gipfel in den Alpen
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Riesige Staubwolke über den Alpen: Felsmassen brechen von berühmtem Italien-Gipfel
Von: Martina Hunger
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Ein gewaltiger Knall hallt durch die Alpen, dann steigt eine riesige Staubwolke auf: Am Monviso in Italien brechen große Felsmassen ab. Zunächst gibt es sogar Sorge um einen vermissten Wanderer.
Piemont – Ein gewaltiger Knall, herabstürzende Felsmassen und eine weithin sichtbare Staubwolke: Am berühmten Monviso in den italienischen Alpen hat sich am Dienstagabend (1. September) ein großer Felssturz ereignet. Gegen 20 Uhr brachen an der Nordostwand des 3841 Meter hohen Berges große Mengen Gestein ab und stürzten in Richtung der Umgebung der Schutzhütte Quintino Sella.
Der Monviso liegt im Piemont nahe der Grenze zu Frankreich und gehört zu den Cottischen Alpen in den Westalpen. Wegen seiner markanten Form trägt er in Italien auch den Beinamen „Re di Pietra“ – „König aus Stein“.
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Gewaltiger Knall ist an mehreren Berghütten zu hören
Wie der Naturpark Monviso berichtet, wurde der Felsabbruch von einem derart starken Knall begleitet, dass dieser auch an anderen Berghütten in der Umgebung deutlich zu hören war.
Unmittelbar danach breitete sich eine massive Staub- und Geröllwolke rund um den Berg aus. Sie war zeitweise so dicht, dass eine erste Kontrolle des betroffenen Gebiets aus der Luft nicht möglich war. Ein Hubschrauber mit Einsatzkräften des italienischen Bergrettungsdienstes konnte die Lage zunächst nicht ausreichend überprüfen. Besonders betroffen war die Gegend rund um das Rifugio Quintino Sella und einen Wanderweg unterhalb des Monviso.
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Nach Felssturz in Italien gibt es Sorge um Wanderer
Die Situation wurde zunächst noch dramatischer: An der Quintino-Sella-Hütte war ein ausländischer Wanderer nicht wie erwartet angekommen. Einsatzkräfte prüften deshalb, ob der Mann möglicherweise vom Felssturz erfasst worden sein könnte. Erst am Mittwochmorgen (2. September) konnten Bergrettung, Feuerwehr und die Gemeinde Crissolo die Region genauer kontrollieren.
Dann folgte die Erleichterung: Nach Angaben des italienischen Bergrettungsdienstes gibt es keine Hinweise darauf, dass Menschen von dem Felssturz erfasst wurden. Auch der zunächst vermisste Wanderer steht nach Angaben des Naturparks nicht mit dem Ereignis in Verbindung. Auch die Schutzhütte Quintino Sella blieb demnach unbeschädigt.
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Wanderweg in den Alpen vorsorglich gesperrt
Ganz ohne Folgen bleibt der Felssturz dennoch nicht. Die Gemeinde Crissolo sperrte vorsorglich einen Abschnitt des Wanderwegs V13 zwischen dem Lago Chiaretto und dem Colle di Viso in beiden Richtungen.
Nach ersten Kontrollen seien zwar keine offensichtlichen erheblichen Schäden an den Wegen festgestellt worden. Dennoch sollten weitere Untersuchungen direkt vor Ort Klarheit darüber bringen, wie stabil das Gebiet nach dem Abbruch ist.
Der Bergrettungsdienst stellte zudem fest, dass der Wanderweg in der Nähe der Hütte hauptsächlich von Staub und kleineren Trümmern des Ereignisses erfasst wurde. Der Hauptkörper des Felssturzes traf den Weg offenbar nicht direkt.
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Nordostwand des Monviso gilt schon länger als instabil
Felsabbrüche sind an diesem Teil des Monviso kein völlig neues Phänomen. Besonders die Nordostwand wird bereits seit Jahren wissenschaftlich untersucht. Am 26. Dezember 2019 ereignete sich dort ein massiver Felssturz. Nach Berechnungen der piemontesischen Umweltbehörde Arpa wurden damals etwa 200.000 Kubikmeter Gestein mobilisiert. Einzelne Felsblöcke erreichten Volumina von bis zu 250 Kubikmetern.