DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 17:30:14 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 17:30:14 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 17:30:00 Dow Jones -0,11 % 53.708,46 Pkt 18:06:27 S&P 500 +0,47 % 7.785,15 Pkt 18:06:26 Nasdaq +0,39 % 26.691,03 Pkt 18:06:25 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,97 % 4.449,70 USD 17:56:24 Silber +0,59 % 65,26 USD 17:56:24 Brent +0,84 % 87,80 USD 17:56:09 WTI +0,49 % 81,65 USD 17:56:26 Bitcoin -0,80 % 62.894,21 USD 18:06:24 EUR/USD +0,48 % 1,15850 USD 18:06:20 EUR/GBP +0,06 % 0,85440 GBP 18:06:27 EUR/CHF +0,27 % 0,93990 CHF 18:06:27 EUR/JPY +0,41 % 184,429 JPY 18:06:27

Gewinnwachstum: Dax-Konzerne erzielen Rekordsummen und streichen Jobs

Wirtschaft

Deutschlands größte Börsenkonzerne verzeichnen im zweiten Quartal Rekordgeschäfte, bauen aber zugleich Tausende Stellen ab. Die Dax-Konzerne erhöhten ihren Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um fast 16 Prozent oder um 7 Milliarden Euro auf 52,6 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft EY hervor. Der Gewinn sei so hoch wie noch nie zuvor in einem zweiten Quartal und zehn Prozent höher als der bisherige Bestwert von 2024. Die Telekom meldete mit 6,9 Milliarden Euro den höchsten Quartalsgewinn, gefolgt von Allianz (4,9 Mrd.), VW (3,5 Mrd.) und Siemens (3,4 Mrd.). Das stärkste Gewinnwachstum verzeichneten Bayer und der Immobilienkonzern Vonovia. Auch der Gesamtumsatz der Dax-Unternehmen erreichte mit rund 463 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Er stieg damit um 4,6 Prozent oder knapp 20,5 Milliarden Euro. Allerdings ist das Wachstum laut der EY-Studie auf relativ wenige Branchen zurückzuführen, die derzeit von außergewöhnlichen Sonderkonjunkturen profitieren. Dazu gehören demnach die Rüstungsindustrie, Profiteure des KI-Booms sowie Chemieunternehmen, die wegen des Irankriegs und Lieferengpässen in Asien die Preise anheben konnten. Auch Banken und Versicherungen verbuchten zuletzt Rekordgewinne. Bei vielen klassischen Industriekonzernen, insbesondere in der Autobranche, sei von der Trendwende dagegen nichts zu spüren. Der Umsatz der Autokonzerne im Dax sank demnach insgesamt um 1,2 Prozent im zweiten Quartal, während ihr Gesamtgewinn um 12 Prozent einbrach. Insgesamt 41.000 Stellen weniger als im Vorjahr »Wer nur auf die Rekordsummen schaut, könnte meinen, die Krise sei überstanden – aber das Gegenteil ist der Fall«, sagte Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY. »Zum einen bleibt die Nachfrage am Heimatstandort Deutschland schwach, das Gewinn- und Umsatzwachstum findet in erster Linie im Ausland statt.« Zum anderen sei die Lage in weiten Teilen der Industrie fragil. Auf die Beschäftigten der Dax-Konzerne wirkte sich die wirtschaftliche Lage insgesamt negativ aus. Zum 30. Juni beschäftigten die Dax-Konzerne rund 3,49 Millionen Menschen. Das sind 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor oder 41.000 Stellen, die die Konzerne insgesamt abgebaut haben. Vor allem der Stellenabbau in der Autoindustrie senkte die Beschäftigtenzahlen, während etwa der Rüstungskonzern Rheinmetall neues Personal einstellte. Von den 40 Dax-Konzernen machten 37 Unternehmen Angaben zur Beschäftigung. Davon gaben 21 Unternehmen einen Stellenaufbau an, während 16 Unternehmen mitteilten, Stellen zu reduzieren. Die Studie analysierte Geschäftsberichte, Quartalszahlen und Pressemitteilungen der Unternehmen. Bei den Umsatzzahlen wurden die Commerzbank und die Deutsche Bank nicht mitbetrachtet.

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