Gewitterzellen über Hessen: Unwetter sorgen für Starkregen und Sturmböen
Nach einem sonnigen Start in den Dienstag herrschte ab dem Nachmittag Unwettergefahr in Hessen. Mehrere Gewitterzellen mit Starkregen, Hagel und Sturmböen zogen vor allem von der Landesmitte in Richtung Osten. Für zahlreiche Kreise gab der Deutsche Wetterdienst deshalb Unwetterwarnungen heraus. Nach ersten Erkenntnissen verlief jedoch alles glimpflich. Von größeren Schäden, Unfällen oder vollgelaufenen Kellern wurde bis zum Abend zunächst nichts bekannt. Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern hr-Wetterexpertin Pila Bossmann warnte bereits im Vorfeld vor lokal großen Regenmengen von 25 bis 30 Litern pro Quadratmeter, örtlich sogar mehr als 40 Liter pro Quadratmeter. Auch Hagel mit einer Körnergröße von zwei bis drei Zentimetern könne niedergehen. "Im schlimmsten Fall könnten auch vier Zentimeter drin sein", so Bossmann. In Gewitternähe herrsche zudem die Gefahr von teils schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern. Auch in der kommenden Nacht und am Mittwoch müsse demnach mit weiteren Schauern und Gewittern gerechnet werden. "Von der Heftigkeit her ist das aber nicht mehr so schlimm", sagte Bossmann. Bereits in der Nacht zum Dienstag hatten erste Unwetter in Nordhessen gewütet. "Bei Calden ist gegen zwei Uhr eine etwas kräftigere Gewitterzelle durchgezogen." Der Boden war weiß bedeckt mit zentimetergroßen Hagelkörnern. Der Sturm warf Bäume um und ließ Äste herabfallen, Starkregen sorgte für vollgelaufene Keller. "Sommer bleibt in Lauerstellung" Am Donnerstag sei die Gewitterneigung dann eher gering, am Freitag nehme sie wieder etwas zu. "Aber dann folgt ja auch die Abkühlung", erklärte Bossmann. Soll heißen: Ab Freitag macht sich in Hessen kühlere Luft aus Nordwesten breit, die Höchstwerte sollen in den folgenden Tagen erst einmal unterhalb der 30-Grad-Marke bleiben. Dauerhafte Entlastung von den hohen Temperaturen kann die Wetterexpertin allerdings nicht versprechen. "Der Sommer und die Hitze sind noch nicht vorbei", sagte Bossmann. "Die sind immer noch in Lauerstellung."