Gezielter Angriff auf Umspannwerk in Bergheim - Großeinsatz
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. „Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend (1. September 2026) gegen 20.00 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.
RWE-Braunkohle-Kraftwerksblöcke ausgefallen
Die Störung in dem Umspannwerk in Bergheim hatte Angaben von RWE zufolge auch Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen. Wie ein Pressesprecher des Unternehmens mitteilte, seien in der Folge insgesamt fünf Braunkohlen-Kraftwerksblöcke von RWE im Rheinischen Revier mit einer Kapazität von insgesamt 4200 Megawatt vom Netz gegangen.
Zwei der insgesamt fünf Blöcke sollen voraussichtlich im Laufe des Mittwochvormittags wieder ans Netz gehen. Die anderen Kraftwerksblöcke sollen bis zum Wochenende wieder vollständig in Betrieb genommen werden.
Der Energieversorger Amprion bestätigte die Zusammenhänge. „Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland ist es am Dienstagabend zu einem Vorfall gekommen, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte“, heiß es.
Enger Austausch zwischen Polizei, Amprion und RWE: „Auf derartige Einsätze vorbereitet“
Die Polizei Essen tauscht sich dem Sprecher zufolge eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus. „Wir als Polizei Essen führen den Einsatz und die Ermittlungen, weil wir für die Führung derartiger Einsätze und Ermittlungslagen vorbereitet sind.“
Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund betonte: „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet.“ Expertinnen und Experten von Amprion arbeiteten mit den zuständigen Sicherheitsbehörden daran, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären und die Auswirkungen zu bewerten.
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Die Polizei Essen hat die Ermittlungen übernommen und tauscht sich nach eigenen Angaben eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus.