Gianni Infantino bekommt Hilfe und neuen Gegenwind: Der Sport-Tag am Freitag, den 7. August 2026
Der Sport-Tag Berater bestätigt Transferhammer um Weltstar Rodri Hansi Flick darf sich auf einen neuen Leitwolf und frisch gebackenen Weltmeister freuen. Wie Berater Pablo Barquero gegenüber spanischen Medien bestätigte, wird sein Schützling Rodri nun doch nicht wie lange erwartet zu Real Madrid wechseln, sondern sich dem FC Barcelona anschließen. "Aus Respekt vor Madrid, die sich vorbildlich verhalten haben, hat Rodri sie darüber informiert, dass er sich dazu entschieden hat, zu Barca zu gehen", zitiert unter anderem der Sender "Cadena Ser" den Agenten des spanischen Superstars. Mittlerweile soll der 30-Jährige auch seinem Noch-Arbeitgeber Manchester City diese Entscheidung mitgeteilt haben. Die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen können somit offiziell beginnen. Rodris Vertrag beim englischen Spitzenklub läuft noch bis zum Sommer 2027. Laut Angaben der "Mundo Deportivo" strebt der Mittelfeldspieler einen Transfer vor dem 13. August an. An diesem Tag wird er bei Man City aus seinem WM-Urlaub zurückerwartet. Wie viel Barca für den Weltmeister zahlen wird? City erhofft sich angeblich eine Ablöse von 75 Millionen Euro. Real Madrid, das lange wie der Sieger in dem Poker aussah, hatte übereinstimmenden Meldungen zufolge ein Einstiegsangebot von 50 Millionen Euro vorbereitet und war willens, bis zu 60 Millionen insgesamt zu zahlen. Ob der FC Barcelona einen ähnlichen Plan verfolgt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Nach Kritik der Fans: Wie der VAR nun funktionieren soll Schiedsrichter-Boss Knut Kircher will sich das Feedback von Fans und Klubs zum Einsatz des VAR zu Herzen nehmen und strebt eine zurückhaltende Linie beim Video-Assistenten an. Man höre "schon hin, was viele Fans uns zurückspiegeln und auch Klubverantwortliche uns zurückmelden: dass wir idealerweise nicht zu kleinteilig werden, nicht zu mikroskopisch, um dem Fußball ein Stück weit wieder das zurückzugeben, was ihn ausmacht: Spontaneität", sagte Kircher im Interview mit RTL/ntv und Sky. 3:39 Diese Regeln sind neu in der Bundesliga Der Geschäftsführer der DFB Schiri GmbH erklärte, wann der VAR zum Einsatz kommen solle. "In der vergangenen Saison hieß es: 'Clear and obvious'. Jetzt heißt es: 'Immediately clear and obvious'. Sprich: Ich sitze im Video-Assist-Center und sehe eine Situation sofort in den ersten ein, zwei Einstellungen. Dann sage ich: 'Diese Entscheidung kann so nicht stehen bleiben.'", so Kircher. Das sei etwas, was den VAR motivieren sollte, einzugreifen. "Vielleicht braucht er dann noch eine dritte oder vierte Einstellung, um sich sicherer zu sein. Braucht es aber eine fünfte, sechste, siebte oder achte Einstellung, dann ist es schon nicht mehr die Klarheit, die wir haben wollen." Der Fehler müsse "einen anspringen, die Entscheidung muss einen sofort anspringen. Und wir denken, dass das innerhalb von maximal 60 bis 90 Sekunden passieren muss, damit Klarheit besteht." Bei Ajax: Nächster Rückschlag für ter Stegen? Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Julian Brandt hat ein unauffälliges Pflichtspieldebüt für seinen neuen Klub Ajax Amsterdam gegeben. Der 30-Jährige wurde beim erfolgreichen Hinspiel in der dritten Runde der Conference-League-Qualifikation gegen Shelbourne FC aus Irland (3:1) in der 64. Minute für Angreifer Kasper Dolberg eingewechselt. Eine Torbeteiligung gelang Brandt, der von Borussia Dortmund zum niederländischen Rekordmeister gewechselt war, nicht. Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen, der bis zum Saisonende vom FC Barcelona an Ajax ausgeliehen ist, verfolgte das Spiel seines neuen Klubs auf der Bank. Die Tore erzielten Mika Godts (6., Foulelfmeter), Owen Wijndal (22.) und Dolberg (50.). Daniel Kelly (84.) sorgte für den Anschluss. Das Rückspiel in Irland findet am kommenden Donnerstag (20.45 Uhr) statt. Am Sonntag steht für Ajax das erste Ligaspiel der neuen Saison bei PEC Zwolle (14.30 Uhr) an. Ex-DFB-Boss überrascht mit Einschätzung zu Infantino Der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel geht davon aus, dass FIFA-Chef Gianni Infantino nach den gescheiterten Investorenplänen nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert. Die nächste Wahl findet am 18. März 2027 in Marokkos Hauptstadt Rabat statt, bis zum 18. November können Kandidaten ihre Bewerbungen einreichen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gianni Infantino ohne Gegenkandidaten bleibt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er überhaupt bei der nächsten Wahl antritt", sagte Grindel in einem Interview des Portals "t-online". Er sprach sich zugleich für einen neuen Generalsekretär aus. Bisher übt der Schwede Mattias Grafström dieses Amt aus. Der Schwede hatte Infantino gegenüber zuletzt abtrünnig gewirkt, bei einer Sitzung in Rabat nun aber seinen Rückhalt zugesichert. "Bei Herrn Grafström erwarte ich nicht, dass er irgendetwas tut, was den ethischen Regeln des Fußballs entspricht", sagte Grindel. Zur Sitzung an sich meinte er: "Das ist alles albern. Es war wieder ein typischer Schachzug von Infantino. Er bauscht eine Mitarbeitersitzung zur Krisensitzung auf, die völlig ohne sportpolitische Bedeutung ist." Fußballverband soll Schiedsrichtern Sex-Massagen spendiert haben Der südkoreanische Fußballverband (KFA) soll ausländischen Schiedsrichtern vor mindestens sieben Länderspielen fragwürdige Besuche in Massagesalons mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt haben. Wie der südkoreanische Fernsehsender JTBC und die amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichteten, betreffen die Bestechungsvorwürfe den Zeitraum zwischen 2011 und 2012. Ob die Schiedsrichter damit zu einseitigen Entscheidungen in Spielen der südkoreanischen Nationalmannschaft bewegt wurden, ist nicht bewiesen. Die Recherche stützt sich laut JTBC unter anderem auf Kreditkartenabrechnungen und Unterlagen einer staatlichen Prüfung. Die Besuche in den Massagesalons, die koreanischen Medien zufolge sexuelle Dienstleistungen anbieten, kosteten demnach umgerechnet mehrere hundert Euro. Laut dem Fernsehsender erklärte ein damaliger Verbandsfunktionär, Gefälligkeiten dieser Art seien üblich gewesen und teils auch von den Schiedsrichtern erwartet worden. Besonders brisant: Auch vor einem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait im Februar 2012 soll der Verband zwei japanischen Schiedsrichterassistenten den Besuch im Massagesalon bezahlt haben. Südkorea gewann die Partie mit 2:0 und zog in die nächste Qualifikationsrunde ein. In den Medienberichten wurden keine Angaben dazu gemacht, ob es in dem Spiel zu fragwürdigen Pfiffen des Schiedsrichtergespanns kam.