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Gianni Infantino: CAF-Rückhalt schwindet - geheimes Telefonat enthüllt

Sport

Unruhe bei Kontinentalverband

Infantino: Rückhalt von wichtigstem Unterstützer bröckelt deutlich

Von t-online, lg

Aktualisiert am 22.08.2026 - 13:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino droht weiter zu schwinden. Ein Verband hört sich bei einem möglichen Gegenkandidaten um.

Erneut Gegenwind für Gianni Infantino: Bis zu 15 der 54 afrikanischen Mitgliedsverbände erwägen, Infantino bei seiner Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten im März 2027 nicht zu unterstützen. Ranghohe Vertreter hätten daher mit Fifa-Generalsekretär Matthias Grafström gesprochen, um eine mögliche Gegenkandidatur abzufragen, das berichtet der britische "Guardian".

Diese Entwicklung kommt umso überraschender, da das Exekutivkomitee des afrikanischen Kontinentalverbands (CAF) Anfang August in einer Pressemitteilung noch "einstimmig seine Unterstützung" für Infantino bekräftigte. Mit 54 Stimmen bildet der CAF den größten geschlossenen Stimmblock und hat großen Einfluss auf die Wahl zum Fifa-Präsidenten. Die Landesverbände müssen jedoch nicht der Kontinentallinie folgen.

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Dass sich Grafström öffentlich kritisch zu Infantinos Plänen, 20 Prozent der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, äußerte, habe laut "Guardian" dazu geführt, dass Infantino-Kritiker in Afrika ermutigt wurden, die Rolle des Schweden anders zu betrachten. So hätten ihn zwei Präsidenten afrikanischer Verbände in der vergangenen Woche jeweils telefonisch kontaktiert, um seine grundsätzliche Haltung zu einer möglichen Kandidatur auszuloten. Grafström soll überrascht sein und habe sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar positioniert.

Ein Mitglied des CAF-Exekutivkomitees schilderte dem "Guardian", man sehe in im Schweden einen potenziellen Vermittler zwischen verschiedenen Machtblöcken. Er sei immer offen und würde den Vertretern Afrikas zuhören.

Scheich Salman wird "mit Sicherheit gewählt"

Doch das Exko-Mitglied ist sich bei einer anderen Personalie noch sicherer. Sollte Asiens Verbandspräsident Scheich Salman antreten, "wird er mit Sicherheit gewählt". Neben der Unterstützung der Uefa aus Europa, dem asiatischen Verband und der Concacaf (Nord- und Mittelamerika und Karibik) würden "sicherlich 10 bis 15 Personen" aus Afrika für ihn stimmen. Salman hatte die Wahl zum Fifa-Präsidenten gegen Infantino 2015 verloren.

Für den CAF-Vertreter steht fest, dass ein Gegenkandidat in seinem Wahlkampf finanzielle Versprechen abgeben müsse. Denn obwohl Infantinos Investorenplan gescheitert ist, würden vielen Funktionäre die dadurch in Aussicht gestellten 20 Millionen US-Dollar pro Verband als Maßstab sehen. "Wenn die Uefa oder jemand anderes etwas Besseres hat, sollen sie es vorschlagen. Wenn jemand etwas Besseres hat als Infantino, dann werden die Leute für diese Person wählen", zitiert der "Guardian".

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