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Gianni Infantino: Investor Kushner bricht Schweigen zu Fifa-Plänen

Sport

"Hätten wir gewusst, wohin das führt"

Infantino-Pläne: Milliarden-Investor bricht sein Schweigen

Von t-online, dpa

31.08.2026 - 22:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Technologieinvestor Joshua Kushner bedauert öffentlich seine Beteiligung an Infantinos gescheitertem Fifa-Investorenplan. Dabei enthüllt er, was hinter dem Milliarden-Vorhaben steckte.

Der US-Risikokapitalgeber Joshua Kushner hat sich erstmals öffentlich zu den gescheiterten Investorenplänen von Fifa-Chef Gianni Infantino geäußert. Kushner bedauert, mit seiner Investmentfirma Thrive an dem Vorhaben beteiligt gewesen zu sein. Infantino hatte geplant, rund 20 Prozent der Anteile an einem neuen Fifa-Tochterunternehmen für bis zu 20 Milliarden Dollar an private Investoren zu verkaufen – musste die Pläne aber nach massivem Druck aufgeben.

In einer Mitteilung äußerte sich Kushner gegenüber der BBC zu dem Vorhaben: "Wir stehen zwar hinter den Beweggründen von FFE, haben jedoch die politischen Dynamiken im globalen Fußball und das Ausmaß, bis zu dem manche bereit sind zu gehen, unterschätzt. Thrive blickt auf eine lange Tradition als Partner aller Beteiligten zurück. Hätten wir gewusst, wohin dies führen würde, hätten wir uns nicht darauf eingelassen."

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Kushner erläuterte auch die angebliche Idee hinter dem geplanten Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE). "Das Geld im Fußball war in der Vergangenheit auf eine kleine Gruppe von Ländern konzentriert", schrieb Kushner. Sein Bruder Jared ist mit Ivanka Trump, der Tochter von US-Präsident Donald Trump, verheiratet.

Die Idee hinter FFE sei es gewesen, "mehr Kapital und Eigenkapital gleichmäßig auf alle 211 Mitgliedsländer zu verteilen und unterentwickelten Ländern deutlich mehr Investitionen zur Verfügung zu stellen, um lokale Talente zu fördern, den Breitensport zu unterstützen, das Fanerlebnis zu verbessern und letztendlich den weltweiten Fußball überall voranzubringen." Es habe sich um eine Idee gehandelt, "über die jeder Mitgliedsverband abstimmen sollte – nicht um eine Verpflichtung oder eine feststehende Entscheidung."

Der Konflikt hat inzwischen eine neue Dimension erreicht. Die Uefa hat bei einem Gericht in Florida beantragt, Dokumente rund um den verhinderten WM-Investorendeal zu sichern. Für Infantino ist es die schwerste Krise seiner Amtszeit.

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