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Gibt es eine neue Wunderwaffe gegen Putins Drohnen?

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Ukraine-Krieg aktuell: Kiew testet neue Wunderwaffe gegen Putins Drohnen

Von: Johannes Weis

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Die Ukraine macht Fortschritte bei der Drohnenabwehr: Präsident Selenskyj berichtet über eine neue Waffe. Ballistische Raketen bleiben aber ein Problem.

Kiew – Russische Drohnenangriffe gehören für viele Menschen in der Ukraine zu ihrem gefährlichen Alltag. Eine neu entwickelte Waffe könnte diese Gefahr lindern: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Bau und den erfolgreichen Test einer selbst entwickelten Waffe zur Abwehr von Drohnen mitgeteilt. Gefahren für die Ukraine bleiben an anderer Stelle.

Nach Informationen des Spiegel sagte Präsident Selenskyj am Dienstag (15. September) in seiner abendlichen Videoansprache, bei einem Einsatz in der Nacht sei ein Treffer erzielt und eine Drohne vom Typ Shahed zerstört worden. „Einige technische ​Details müssen jedoch noch verfeinert werden“, erklärte der Präsident der Ukraine. Man benötige ⁠etwas mehr Zeit, um die Arbeit an weiteren Entwicklungen der Abwehrwaffe fortzusetzen. Immerhin: In der Nacht zu Dienstag seien 93 ‌Prozent aller russischen Drohnen abgefangen worden. „Das ​ist beachtlich. ‌Aber natürlich wird mehr gebraucht“, sagte Selenskyj.

Russland führt Drohnenangriffe mit Nachbauten iranischer Shahed-Drohnen durch

Russland setzt für seine Angriffe verstärkt auf Shahed-Drohnen, die der Iran entwickelt hat. Russland nutzte diese iranischen Originaldrohnen für seine Angriffe, bis es mit einer eigenen massenhaften Produktion von Shahed-Nachbauten unter dem Namen Geran‑2 begann.

Die Ukraine entwickelt seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 eigene Technologien ‌zur Drohnenabwehr: Abfangraketen sieht sie dafür als effizientes und günstiges Mittel. Laut ukrinform.de arbeitet die ukrainische Armee auch an Lösungen zur Abwehr russischer düsengetriebener Drohnen. In der Ukraine arbeiteten 67 Unternehmen an der Entwicklung einer neuen „Generation von Abfangdrohnen zum Schutz vor Jet-Drohnen“, so Selenskyj. Drei bis fünf Unternehmen hätten Ergebnisse gezeigt.

Ballistische Raketen bleiben ein Problem für die ukrainische Luftabwehr

Der ukrainische Präsident sagte weiter, seine Regierung arbeite weiter eng mit den Herstellern zusammen. Es gäbe bereits Schritte, um das Ergebnis zu beschleunigen. „Die finanzielle Grundlage für diese Arbeit ist gesichert“, betonte er. Schwierigkeiten ‌haben die ukrainischen Streitkräfte nach Informationen des Spiegel, russische ballistische Raketen abzufangen. Die ‌Regierung ​in Kiew bat daher die westlichen Verbündeten um die Lieferung weiterer Abfangsysteme.

Auch die Eisenbahn will Selenskyj besser schützen: Möglich seien weitere Schutzmaßnahmen für Eisenbahnanlagen und für die Grenzübergänge der Bahn. Darüber habe er mit Regierungschef Serhij Korezkyj und anderen Regierungsvertretern gesprochen. „Das ist keine abstrakte Frage, es geht um das Leben der Ukraine“, so Selenskyj.

Präsident Selenskyj: Ukrainische Eisenbahn funktioniert trotz Angriffen „auf hohem Niveau“

Für ihn sei klar: „Obwohl die Russen unsere Bahn als eines ihrer Hauptziele betrachten, funktioniert die ukrainische Eisenbahn weiterhin auf hohem Niveau.“ Trotz der Verspätungen und der angerichteten Schäden werde die Logistik dank der mutigen Bahnmitarbeiter aufrechterhalten.

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