Gina Lückenkemper kommen mitten im TV-Interview plötzlich die Tränen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Wattenscheid – Sie hat eigentlich ein Abo auf den Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Aber nach insgesamt acht Siegen (100 Meter, 200 Meter und Sprint-Staffel) ist Gina Lückenkemper dieses Jahr sogar mit Platz drei total zufrieden. Was bisher keiner wusste: Lückenkemper hatte die letzten Wochen schwer zu kämpfen. Zeckenbiss griff Nervensystem an Nach ihrem Rennen vor 14.400 Zuschauern im Wattenscheider Lohrheidestadion steht sie in den Katakomben bei ZDF-Frau Anja Fröhlich beim Interview. Und plötzlich schießen ihr die Tränen in die Augen. Lückenkemper: „Mich hat vor 4 Wochen eine Zecke am Hinterkopf erwischt. Und ich habe dadurch zwei Wochen, vielleicht auch ein bisschen länger, Trainingsausfall gehabt. Ich musste Antibiotikum nehmen und diese Scheißzecke hat echt ein paar Mal das Nervensystem gebissen. Und das war echt hart.“ Heißt: Lückenkemper wusste zwischenzeitlich gar nicht, ob sie in Wattenscheid überhaupt auf der Bahn stehen kann. Auch die Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August) war in Gefahr. Lückenkemper: „Man hat heute auch vorm Start in der Startposition gesehen, wie ich mit dem Kopf wackle. Das ist nicht ohne Grund gewesen. Das war, weil mein Gleichgewichtssystem nicht richtig mitgearbeitet hat. Im Start war ja eh schon der Wurm drin und das hat es mir noch schwieriger gemacht. Mir sind ständig die Systeme ausgefallen.“ Bei der Deutschen Meisterschaft sind mit Jolina Ernst und Emma Goretzka (beide 11,26 Sekunden) zwei Frauen schneller als Lückenkemper (11,29 Sekunden). Überraschend auch, dass Rebekka Haase (11,30 Sekunden) nur auf Platz vier landete. Lückenkemper zu ihrem Podestplatz im Finale nach Vorlauf und Halbfinale: „Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich in der Lage bin, meine drei Runden durchzurennen und dass ich mich hier aufs Podest-Foto bringen kann.“