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Giorgia Meloni und Donald Trump: Italienischer Minister beschwichtigt nach neuer Provokation Trumps

Welt

Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto hat die Bedeutung guter transatlantischer Beziehungen hervorgehoben, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut Ministerpräsidentin Giorgia Meloni provoziert hatte. »Menschen kommen und gehen, aber Beziehungen bleiben«, sagte er dem italienischen Sender Sky TV. Es habe bisher keine Reaktion von Meloni gegeben. »Das Wesentliche ist, die Beziehungen zu einem wichtigen Verbündeten wie die Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten.« Für den anstehenden Nato-Gipfel haben Trump und Meloni ihre Teilnahme zugesagt.

Zuvor hatte Trump auf seiner Onlineplattform ein mutmaßlich bearbeitetes Bild gepostet, auf dem die rechte Regierungschefin ihn bewundernd anschaut. Über dem Foto steht in Großbuchstaben: »Restraining order needed«, auf Deutsch in etwa: »Einstweilige Verfügung notwendig«. Das Posting kann so interpretiert werden, dass Meloni den US-Präsidenten aus Trumps Sicht derart verehrt, dass ein gerichtliches Kontaktverbot notwendig ist.

Meloni und Trump am Dienstag auf Nato-Gipfel

Der italienische Außenminister Antonio Tajani lehnte eine Kommentierung Trumps neuer Provokation ab. »Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden«, sagte er dem Sender Sky TG24. »Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen«, sagte Tajani. Trumps Äußerungen »kommentieren sich von selbst«.

Am Dienstag beginnt in der Türkei der zweitägige Nato-Gipfel, zu dem sowohl Trump als auch Meloni anreisen wollen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sowie die Präsidenten der Türkei und der Ukraine, Recep Tayyip Erdoğan und Wolodymyr Selenskyj, haben ihre Teilnahme angekündigt.

Trump stichelte gegen Meloni

Bereits in den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Streit zwischen Trump und Meloni gegeben. Auslöser war eine Behauptung des US-Präsidenten, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel in Frankreich um ein Foto mit ihm »angebettelt«. Einer Abschrift des italienischen Fernsehsenders LA7 zufolge sagte er, er habe zugestimmt, ein Foto mit Meloni zu machen, weil er »Mitleid« mit ihr gehabt habe. Meloni bezeichnete dies als »völlig erfunden« und nannte Trump einen Lügner. Außenminister Tajani sagte daraufhin eine geplante Reise in die USA ab.

Später teilte Trump mit, dass es ihm bei seiner Provokation vor allem um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Irankrieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert.

Meloni zeigte sich im Nachgang des Streits beschwichtigend. »Ich denke, dass unsere bilaterale Zusammenarbeit mit den USA wieder zur Normalität zurückkehren sollte«, sagte sie vor knapp zwei Wochen. Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Italien beruhe auf einer »so langen und soliden Geschichte«, dass sie nicht durch »eine Diskussion in den sozialen Medien« infrage gestellt werde.

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