DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Gipfel im Liveticker: ++ Wadephul kontert Trumps Kritik an deutschen Verteidigungsausgaben ++

Welt

Außenminister Johann Wadephul (CDU) verteidigt die deutschen Verteidigungsausgaben gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump. „Wir schauen auf die Zahlen und die zeigen nach oben“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Deutschland werde das Ziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung bis Ende des Jahrzehnts erreichen. „Wir übertreffen bei unseren Ausgaben viele unserer Partner“, sagte Wadephul. „Es wird auch in Washington gesehen, was Deutschland macht.“ Trump hatte Deutschlands Nato-Beitrag „lächerlich“ genannt. Die türkische Polizei hat bei Protesten gegen den Nato-Gipfel mehrere Personen festgenommen. Darunter seien auch Mitglieder der türkischen Arbeiterpartei Tip, wie diese auf X mitteilte. Nach Angaben der türkischen Anwaltsvereinigung CHD wurden mehr als 20 Menschen festgenommen. Auf Aufnahmen der oppositionellen Zeitung „Cumhuriyet“ war zu sehen, wie Demonstranten in der Nähe des Kurtulus-Parks in Ankara in Handschellen abgeführt wurden. Demonstranten skandierten unter anderem: „Nato raus, dieses Land gehört uns!“. Der ukrainische Präsident veröffentlicht ein Video seiner Ankunft in Ankara. Mit seiner Ehefrau Olena Selenska steigt er aus dem Flugzeug. „Neue Systeme, Raketen dafür und die Frage der Produktionslizenzen – all das hat für uns höchste Priorität. Wir sind allen dankbar, die der Ukraine mit konkreten Schritten helfen“, schreibt Selenskyj auf X. US-Präsident Trump wird beim Nato-Gipfel in Ankara Medienberichten zufolge voraussichtlich seine Bereitschaft für den Verkauf hochmoderner Kampfjets des Typs F-35 an die Türkei signalisieren. Das berichten die „New York Times“ und der Sender CNN jeweils unter Berufung auf US-Beamte. Sollte es tatsächlich dazukommen, würde die US-Regierung eine langjährige Position ändern. Die Nato setzt bei der Erneuerung ihrer in Nordrhein-Westfalen stationierten Flotte von Awacs-Aufklärungsflugzeugen nicht wie ursprünglich geplant auf US-Maschinen. Wie Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Gipfeltreffens in Ankara ankündigt, sollen künftig Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier genutzt werden, die mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye des schwedischen Rüstungskonzerns Saab ausgerüstet sind. Die Bestellung werde bis zu zehn Flugzeuge umfassen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), sieht Deutschland vor dem Nato-Gipfel in Ankara gestärkt. Bei WELT TV verwies Laschet auf die deutlich erhöhten Verteidigungsausgaben und den milliardenschweren U-Boot-Auftrag Kanadas für das Kieler Unternehmen TKMS. Deutschland könne dies „selbstbewusst“ vertreten, sagte er. Zugleich forderte Laschet, Europa müsse unabhängiger von US-Rüstungsgütern werden: Noch immer beziehe man mehr als die Hälfte des Materials aus den Vereinigten Staaten. Mit Blick auf Mittelstreckenraketen plädierte er für eine Verbindung aus militärischer Stärke und Dialogangeboten an Russland – in Anlehnung an die Logik des Nato-Doppelbeschlusses: Wenn der andere abrüstet, rüstet der Westen auch ab. Ziel müsse es bleiben, „möglichst schnell zu einem Waffenstillstand zu kommen vor dem nächsten Winter“. Die USA führen einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge Gespräche ​mit Deutschland und weiteren europäischen Staaten über den Aufbau ⁠einer gemeinsamen Raketenproduktion. Konkret gehe es um die Fertigung von AIM-120-AMRAAM-Raketen des Rüstungskonzerns Raytheon sowie um ein Wartungszentrum für PAC-3-Patriot-Raketen von Lockheed Martin in Europa, sagte ein ⁠Insider. Eine entsprechende Absichtserklärung solle noch an diesem Dienstag am Rande des Nato-Gipfels in Ankara unterzeichnet werden. Durch die Projekte könnten Kapazitäten in den US-Werken der beiden Rüstungsgiganten frei werden, um die Produktion ‌in den USA hochzufahren. Zwei Tage wird das Zusammentreffen in Ankara dauern. Der Gipfel beginnt offiziell am Abend mit einem Festbankett auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Bundeskanzler Merz wird am Mittag in die Türkei fliegen. Hier der Zeitplan für den heutigen Tag: - 1145 Rede von Nato-Generalsekretär Rutte beim Rüstungsindustrie-Forum - 1245 Statement von Bundeskanzler Merz vor Abflug in Berlin - 1300 Statements Rutte und ukrainischer Präsident Selenskyj - 1730 Empfang und Abendessen der Staats- und Regierungschefs - 1845 Arbeitsessen des Nato-Ukraine-Rats auf Ebene der Außenminister - 1915 Arbeitsessen des Nordatlantikrats auf Ebene der Verteidigungsminister Die europäischen Nato-Staaten wollen in Ankara ​Rüstungsgeschäfte im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar ankündigen, ⁠um vor einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump ihre gestiegenen Verteidigungsausgaben zu demonstrieren. Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Montag, die Europäer hätten ihre Verteidigungsausgaben „atemberaubend“ erhöht. Dies sei teils aus Angst vor Russland geschehen, aber auch, weil Trump sie „extrem energisch“ dazu ermutigt ‌habe. Mehr zu Pressekonferenz von Rutte lesen Sie hier.

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