Giselas Traum endet nach eineinhalb Wochen
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„So nicht erwartet“: Gisela erfüllt sich Traum auf Berghütte – nach wenigen Tagen ist alles vorbei
Von: Martina Hunger
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Nach dem Tod ihres Mannes will Gisela einen gemeinsamen Traum allein verwirklichen: einen Sommer lang auf einer Berghütte arbeiten. Doch auf mehr als 2000 Metern kommt alles anders als geplant.
Trafoi/Italien – Einen Sommer lang auf einer Berghütte arbeiten, fernab vom Alltag und mitten in den Bergen: Diesen Plan hatten Gisela und ihr Mann Albrecht gemeinsam. Doch bevor sie ihn verwirklichen konnten, änderte sich Giselas Leben grundlegend. Ihr Mann brach im Juni 2025 während eines gemeinsamen Laufs im Landkreis Tuttlingen zusammen und starb. Das Paar war 30 Jahre verheiratet, wie die „Schwäbische“ berichtet.
Ein Jahr später beschloss die heute 58-Jährige, den gemeinsamen Traum trotzdem wahrzumachen – allein und auch in Erinnerung an ihren Mann. Ihr Ziel lag hoch über Südtirol: die Berglhütte am Ortler. Im August machte sich Gisela auf den Weg zur Hütte. Doch aus dem geplanten längeren Aufenthalt wurde schließlich ein Abenteuer von nur rund eineinhalb Wochen.
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Arbeit auf der Berghütte beginnt teilweise mitten in der Nacht
Die Berglhütte liegt auf 2188 Metern im Ortlergebiet und verfügt über 26 Schlafplätze. Sie dient unter anderem als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Touren rund um den Ortler. Bereits 1897 wurde an dieser Stelle eine Schutzhütte errichtet.
Für Gisela bedeutete das Leben dort allerdings keineswegs nur Bergpanorama und Ruhe. Sie half nach Angaben von Focus in der Küche, im Service und bei der Reinigung. Manche Bergsteiger starten extrem früh zu ihren Touren – das Frühstück kann auf der Berghütte deshalb bereits gegen 2.30 Uhr beginnen. Die Arbeit selbst machte der 58-Jährigen offenbar Freude. Zum Problem wurde etwas anderes: das Wetter.
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Schlechtes Wetter durchkreuzt den Plan auf der Berghütte
Schon nach wenigen Tagen stieg Gisela erstmals ins Tal ab. Dort erfuhr sie, dass am Tag zuvor mehrere Schlammlawinen niedergegangen waren. Anschließend kehrte sie zwar noch einmal auf die Berghütte zurück, doch die Wetterlage verschlechterte sich erneut.
Schließlich ließ sie sich mit einem Hubschrauber ins Tal bringen. Nach insgesamt etwa eineinhalb Wochen entschied sie sich, ihren ursprünglich deutlich länger geplanten Aufenthalt endgültig abzubrechen. „Das habe ich so nicht erwartet“, sagte Gisela über das frühe Ende ihres Hüttenabenteuers. Trotzdem bezeichnete sie die Zeit als schönen und aufregenden Urlaub.
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Kurze Zeit auf der Berghütte verändert ihren Blick
Dass der Aufenthalt viel früher endete als gedacht, macht ihn für Gisela offenbar nicht weniger wichtig. Auf der Berghütte habe sie erlebt, wie wenig es zum Leben brauche – und gleichzeitig erfahren, was sie inzwischen auch alleine bewältigen kann.