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Gladbach: Castrop-Verletzung überschattet 15:0 gegen Rottach-Egern

Sport

Für die Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach war es am Mittwoch ein „Regenerationstag“, wie Trainer Eugen Polanski sagte. Das war nicht despektierlich gemeint gegenüber dem SV Rottach-Egern, der um 18 Uhr Testspielgegner seiner Mannschaft war, doch war die Begegnung gegen den Kreisligisten vorab als ein lockerer Kick eingeplant. Zuvor standen die Borussen noch auf dem Rasen des Sportplatzes am Birkenmoos, der in den Tagen des Trainingslagers am Tegernsee ihr täglicher Arbeitsplatz ist. Eine rund 45 Minuten währende Trainingseinheit war angesetzt, die Borussen übten in diesen Standards. Danach wurde ausführlich „gedöppt“. Denn zu jedem der 15 Tore der Gladbacher gab es die aus dem Borussia-Park bekannte Tormusik. Mit dem 15:0 siegten die Gladbacher ebenso hoch wie eine Woche zuvor der FC Bayern gegen Rottach. Das Spiel war, das kündigte Polanski mittags in einer Medienrunde an, dazu da, um „Gefallen daran zu finden, Spaß zu haben, Tore zu machen und Abläufe im zehn gegen zehn zu trainieren“. Das taten die Borussen in Summe dann auch. Doch in der 65. Minute, beim Stand von 12:0, musste Jens Castrop vom Feld. Er verletzte sich an der Schulter. Castrop, zuvor zweifacher Torschütze zum 9:0 und zum 12:0, wurde vom Platz geführt. Dann spielte offenbar der Kreislauf nicht mehr mit und Castrop wurde mit einer Trage in die Kabine gebracht. Genau diese Szenen wollte Polanski natürlich nicht sehen an diesem Abend. Castrop wurde mit starken Schmerzen in der Schulter ins Krankenhaus gebracht, eine genaue Diagnose wird es erst am Donnerstag geben. Die Verletzung überschattet das Spiel natürlich. Castrop ist bereits der zweite Spieler, der sich in einem Testspiel verletzt. Beim 2:1 bei Rot-Weiss Essen hatte sich Rechtsverteidiger Yukhym Konoplia einen Innenbandanriss zugezogen. Wenige Tage später erwischte es Fabio Chiaroda (Muskelfaserriss), das aber im Training. In der 70. Minute gab es dann ein Comeback: Patrick Herrmann, von Beruf inzwischen Sponsoring-Mitarbeiter des Klubs, kam unter dem Jubel des Publikums mit der Nummer 12, die für die Fans steht, auf dem Rücken ins Spiel. 2022, als er noch aktiv war, hatte er auf diesem Platz im Testspiel gegen 1860 München einen Freistoß direkt verwandelt. „Und dann habe ich auch mal gegen Leeds in Schwatz einen direkt reingemacht. Da wäre was drin gewesen, aber die Arango-Zeit hat mich ausgebremst“, sagte Herrmann mit einem Grinsen unserer Redaktion. Beim launigen Sponsorenabend am Dienstag hatten er und Eugen Polanski die Sache gemeinsam ausbaldowert. „Es war eine Co-Produktion von Eugen und mir“, sagte Herrmann nach dem Abpfiff unserer Redaktion. Dass es dem Ex-Profi sichtlich Spaß machte, mal wieder auf dem Rasen zu stehen, war ihm anzusehen. Herrmann blieb bei seiner Rückkehr auf den Rasen allerdings ohne Tor und Assist. Dafür erzielte der Japaner Zento Uno in der ersten Halbzeit sein erstes Tor für Gladbach. Nach dem schnellen 1:0 durch Wael Mohya und dem 2:0 (13.) durch Isac Lidberg verpassten die Gladbacher einige gute Chancen, zwischen der 33. und 42. Minute gab es dann aber fünf Treffer zum 7:0-Halbzeitstand. Mohya und Iaia Manco Danfa waren Doppeltorschützen vor der Pause, im zweiten Durchgang dann neben Castrop auch Tim Kleindienst und Shuto Machino.

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