Gladbach: Jens Castrop fällt mit Schulterverletzung wochenlang aus
Beim Stand von 12:0 musste Jens Castrop am Mittwochabend im Testspiel gegen den FC Rottach-Egern vom Feld. Castrop war zur zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen und hatte die Tore zum zwischenzeitlichen 9:0 und zum 12:0 erzielt. In der 65. Minute ging es für den Gladbach-Profi nicht mehr weiter. Mit starken Schmerzen an der Schulter wurde er ins Krankenhaus gebracht. Am Donnerstag teilte Borussia in einer Pressemitteilung mit: „Jens Castrop hat sich beim gestrigen Testspiel Borussia gegen den FC Rottach-Egern an der Schulter verletzt. Der Mittelfeldspieler wird Borussia damit vorerst fehlen.“ Der Klub gab weder eine offizielle Diagnose bekannt, noch nannte er die genaue Ausfallzeit Castrops. „Das war eine sehr unglückliche Situation. Jens reist zurück nach Mönchengladbach. Wir tun alles, damit er möglichst schnell wieder gesund ist und auf dem Platz steht“, sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder. Castrop zog sich die Verletzung bei einem Gerangel mit seinem Gegenspieler zu. Die Schmerzen waren kurz nach der Aktion bei dem Borussen so groß, dass er starke Kreislaufprobleme bekam und mit einer Trage vom Platz transportiert werden musste. Das Spiel gegen Rottach-Egern war dazu da, das hatte Polanski mittags in einer Medienrunde angekündigt, um „Gefallen daran zu finden, Spaß zu haben, Tore zu machen und Abläufe im Zehn-gegen-Zehn zu trainieren“. Das taten die Borussen in Summe dann auch. Castrops Verletzung überschattete das Spiel natürlich. Er ist bereits der zweite Spieler, der sich in einem Testspiel verletzt hat. Beim 2:1 bei Rot-Weiss Essen hatte sich Rechtsverteidiger Yukhym Konoplia einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Wenige Tage später erwischte es Fabio Chiaroda (Muskelfaserriss), das aber im Training. In der 70. Minute gab es am Mittwoch noch ein Comeback: Patrick Herrmann, von Beruf inzwischen Sponsoring-Mitarbeiter des Klubs, kam unter dem Jubel des Publikums mit der Nummer 12, die für die Fans steht, auf dem Rücken ins Spiel. 2022, als er noch aktiv war, hatte er auf diesem Platz im Testspiel gegen 1860 München einen Freistoß direkt verwandelt. „Und dann habe ich auch mal gegen Leeds in Schwaz einen direkt reingemacht. Da wäre was drin gewesen, aber die Arango-Zeit hat mich ausgebremst“, sagte Herrmann mit einem Grinsen unserer Redaktion. Beim launigen Sponsorenabend am Dienstag hatten er und Polanski die Sache gemeinsam ausbaldowert. „Es war eine Co-Produktion von Eugen und mir“, sagte Herrmann nach dem Abpfiff unserer Redaktion. Dass es dem Ex-Profi sichtlich Spaß machte, mal wieder auf dem Rasen zu stehen, war ihm anzusehen. Herrmann blieb bei seiner Rückkehr auf den Rasen ohne Tor und Assist. Dafür erzielte der Japaner Zento Uno in der ersten Halbzeit sein erstes Tor für Gladbach. Nach dem schnellen 1:0 durch Wael Mohya und dem 2:0 (13.) durch Isac Lidberg verpassten die Gladbacher einige gute Chancen, zwischen der 33. und 42. Minute gab es dann aber fünf Treffer zum 7:0-Halbzeitstand. Mohya und Iaia Manco Danfa waren Doppeltorschützen vor der Pause, im zweiten Durchgang dann neben Castrop auch Tim Kleindienst und Shuto Machino. Nun wird es dauern, bis Castrop wieder mit den Kollegen auf dem Rasen stehen kann.