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Gladbach: Kühn erklärt Wechsel - "Das war einer der Gründe"

Sport

Nicolas Kühn ist die große Bühne gewöhnt. Schließlich hat er anderthalb Jahre regelmäßig in einem der emotionalsten und stimmungsvollsten Stadien des Weltfußballs spielen dürfen: im 60.000 Zuschauer fassenden Celtic Park von Celtic Glasgow. Insofern wird das erste Spiel im Stadion von Borussia Mönchengladbach für ihn von der Kulisse her nichts Außergewöhnliches.

Dennoch ist die Vorfreude groß beim letzten Gladbacher Zugang der Sommertransferperiode 2026. „Das war einer der Gründe, warum ich mich für Borussia entschieden habe. Ich glaube, es wird ein geiles Erlebnis im Borussia-Park zu spielen und ich hoffe natürlich, dass wir die ersten drei Punkte der neuen Saison holen werden“, sagt der 26-Jährige im ersten vereinseigenen Interview, mit dem er sich bei den Borussia-Fans vorstellte.

Denn nicht jeder dürfte den Spieler Nicolas Kühn gekannt haben, als sein Name am vergangenen Dienstag, dem Deadline Day, plötzlich mit der Borussia in Verbindung gebracht wurde. Für den offensiven Außenbahnspieler ist das indes nichts Neues, galt er doch lange als der unbekannte deutsche Topspieler.

2019 erhielt Kühn die Fritz-Walter-Medaille in Gold für herausragende Leistungen im Jugendfußball, diese Auszeichnung erhielten einst auch heutige Stars wie Kai Havertz und Florian Wirtz. Bei Kühn gelang der Übergang in den Seniorenbereich aber nicht so reibungslos. Als 18-Jähriger spielte er in der Zweiten Mannschaft von Ajax Amsterdam, später in der U23 Bayern Münchens und in der Zweiten Liga bei Erzgebirge Aue.

„Ich war relativ jung, als ich das erste Mal aus Deutschland weggegangen bin. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und viel gesehen. Trotzdem bin ich noch nicht so alt, und deswegen ist es, glaube ich, der perfekte Schritt jetzt. Ich hoffe einfach, dass ich wieder zeigen kann, was ich draufhabe. Darum geht es“, sagt Kühn, dessen Karriere erst in Glasgow richtig Fahrt aufnahm.

Er war einer der spektakulärsten Spieler Celtics, er traf in der Champions League gegen seine Ex-Klubs Bayern und RB Leipzig. 2025 ging er für 19 Millionen Euro zu Como 1907. Doch in Italien wurde Kühn nicht glücklich, stand unter Trainer Cesc Fabregas selten in der Startelf. Kostenpflichtiger Inhalt So ergab sich nun die Chance für Borussia, den Dribbler für ein Jahr vom Champions-League-Teilnehmer auszuleihen.

„Die Gespräche mit Borussia waren top. Relativ schnell war mir klar, dass ich das machen will“, sagt Kühn, der sich auch mit Yannik Engelhardt austauschte, der auch in Como spielte, ehe er vergangene Saison leihweise zur Borussia kam. „Er hat nur Positives erzählt“, sagt Kühn. Engelhardt im Sommer 2025, Hugo Bolin im vergangenen Winter, nun Kühn: Borussia hat eine gewisse Übung mit Leihgeschäften am Deadline Day.

„Es war ein stressiger Tag, ich habe in der Nacht zuvor wenig geschlafen und bin jetzt umso glücklicher, dass alles funktioniert hat und ich jetzt hier bin“, sagt Kühn, der sich mit 26 Jahren nun endlich in der Bundesliga beweisen will.

Das deutsche Oberhaus war immer sein Ziel: „Egal, wo ich war – ich habe die Bundesliga immer verfolgt. Es ist natürlich cool, jetzt endlich so kurz davor zu sein.“ Es sei auch ein wenig wie nach Hause kommen, fügt der gebürtige Wunstorfer hinzu, der froh ist, mal wieder näher bei Freunden und der Familie zu sein.

„Ich bin ein Familienmensch. Ansonsten bin ich relativ ruhig. Ich brauche nicht das große Rausgehen oder ständig unterwegs zu sein“, sagt Kühn. Doch auf dem Fußballplatz geht der Dribbler aus sich heraus. „Ich suche gerne das Eins-gegen-eins, versuche, Tore und Assists zu liefern, dem Team natürlich zu helfen und einfach Spaß auf dem Platz zu haben. Ich glaube, für mich ist es am wichtigsten, dass ich mich wohlfühle. Dann setze ich mir die Ziele ziemlich hoch“, sagt er.

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