Gladbach: So verändert sich der Borussia-Park in der Sommerpause
Wie umfangreich und kleinteilig die Aktualisierungen im Zuge der Namensänderung eines Fußballstadions ausfallen, diese Erfahrung machen gerade die Mitarbeiter bei Borussia Mönchengladbach. Am 1. Juli wurde aus dem Borussia-Park der „ista-Borussia-Park“ – und das muss überall entsprechend geändert werden. „Wir haben schon vor geraumer Zeit eine Erhebung durchgeführt, um alle Stellen zu identifizieren, an denen die Bezeichnung ‚Borussia-Park‘ auftaucht. Und da reden wir bereits von über 1500 Schildern in allen Formaten, für deren Austausch und Anpassung an die moderne, neue Gestaltung wir verantwortlich sind“, sagte Bernhard Nießen, Borussias Direktor Stadionbetrieb & Sicherheit, zuletzt in einem Klub-Interview. Hinzukommen die Hinweistafeln im gesamten Stadtgebiet, die mit Unterstützung der Stadt sukzessive den neuen Schriftzug erhalten. Die Borussen sind derweil in ihrem Stadion mit weiteren Umbaumaßnahmen beschäftigt. „Die Sommerpause bedeutet für einen Bundesligisten, dass er Zeit hat, an seinem Stadion etwas zu machen. Bei uns sind das nun Renovierungen, Modernisierungen und auch neue Baumaßnahmen“, sagte Geschäftsführer Markus Aretz. Manches davon ist für Besucher des Borussia-Parks gut ersichtlich, anderes findet hinter verschlossenen Türen statt. Zu Letzterem gehört der Umbau der Business Lounge. „Nach 22 Jahren im Stadion war es an der Zeit, dass wir auch dort mal modernisieren und unseren Sponsoren und Partnern eine andere Optik und ein neues Gefühl bieten“, sagte Aretz. Der Verein versuche, die Arbeiten in der Lounge bis zur Saisoneröffnung am 15. Und 16. August abzuschließen, auf jeden Fall soll der Umbau zum ersten Saisonheimspiel gegen die SV Elversberg am 5. September vollendet sein. Andere Maßnahmen sollen für die Fans schon zur Generalprobe gegen Europa-League-Sieger Aston Villa am 15. August ersichtlich sein. So hoffen Borussias Verantwortliche, dass durch die Modernisierung des Mobilfunks im Stadion ein besserer Empfang möglich sein wird. Verbesserungen wurden auch an den WC-Anlagen vorgenommen, zudem wurden die Drehkreuze im Süden und Osten ausgetauscht, um einen schnelleren Einlass zu gewähren – im Norden und Westen war dies schon geschehen. Der Umbau von Block 2 von einem Sitz- in einen Stehplatzblock ist derweil fast abgeschlossen, einzig die Wellenbrecher sind noch zu installieren. Durch den Umbau wird der Borussia-Park künftig 900 Fans mehr beheimaten können. Weithin sichtbar werden künftig Umbaumaßnahmen sein, die im Norden und Süden des Stadions laufen. „Wir planen schon seit geraumer Zeit die Schaffung neuer digitaler Flächen, ergänzend zu vorhandenen Screens und Fernsehern, um unsere Fans schon außerhalb des Stadions mit Informationen zu versorgen und Inhalte zu präsentieren“, sagte Nießen. So werden aktuell oberhalb des neuen Stadion-Schriftzuges – der künftig hinterleuchtet sein wird – an der Außenfassade des Oberrangs von Nord- und Südkurve große LED-Screens mit einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern installiert. „Die Screens funktionieren vergleichbar zur Anzeigetafel im Stadion und können verschiedene Inhalte zeigen, egal ob Grafiken, Videos oder Momenten, die direkt für Fans gemacht sind“, sagte Nießen. So könne den Fans, die Richtung Einlass unterwegs sind, über die neuen Screens beispielsweise die Mannschaftsaufstellung präsentiert werden, fügte Nießen hinzu. Es wird sich also einiges ändern in Bezug auf die Heimspiele in der kommenden Saison. Der Stadionname ist da nur eine Neuerung von vielen.