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Gladbach: Verletzung in Leipzig - erste Diangose bei Hashioka - Entwarnung

Sport

Das 0:3 von Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig rückte nach dem Abpfiff in den Hintergrund. Die Verletzung von Rechtsverteidiger Daiki Hashioka, die sich der Japaner beim Zusammenprall mit Antonio Nusa zuzog, überschattete das sportliche Tagesgeschäft.

Hashioka knallte in der 72. Minute bei einem Rettungsversuch mit dem Kopf gegen den Leipziger und knickte dabei extrem mit dem Hals weg. Hashioka rappelte sich zunächst wieder auf, war aber benommen und hielt sich den Nacken. Er wurde vom Platz geführt und am Spielfeldrand noch minutenlang behandelt. Dann wurde er in die Katakomben des Leipziger Stadions getragen, in der Mixedzone wurde er weiter behandelt, um dann zur genaueren Untersuchung ins Krankenhaus gefahren zu werden.

„Man sieht es ja: Er wird sofort ruhiggestellt, weil man sich bei größeren Bewegungen noch mehr verletzen könnte. Wir haben ihn jetzt in die Uniklinik gebracht. Daiki ist schon ein harter Brocken. Wenn da etwas ist, wäre das natürlich eine andere Nummer. Gerade wenn es im hinteren Bereich ist, müssen wir vorsichtig sein“, gab Gladbachs Sportchef Rouven Schröder direkt nach dem Abpfiff ein erstes Update.

Am Sonntag gaben die Borussen eine erste Diagnose bekannt. Hashioka hatte Glück im Unglück. „Die Akutdiagnostik ergab, dass Hashioka von einer schwerwiegenden Verletzung der Halswirbelsäule verschont geblieben ist. Auch hat er keine neurologischen Ausfälle“, teilte Borussia mit.

Hinweise, wie lange der Japaner fehlen wird, gibt es bislang nicht. Genaueres dürften die folgenden Untersuchungen in Gladbach ergeben. „Am heutigen Sonntag ist Hashioka aus der Uniklinik Leipzig nach Mönchengladbach zurückgekehrt, wo in der kommenden Woche weitere Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden“, heißt es auf Borussias Internetseite.

Dass er das kommende Heimspiel gegen die SV Elversberg am Samstag bestreiten kann, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Wie die Situation darüber hinaus ist, bleibt abzuwarten.

Die Verletzung Hashiokas „rundete“ das wenig schöne Erlebnis in Leipzig ab. Kostenpflichtiger Inhalt Dabei hatte Borussia gut begonnen, war in den ersten 20 Minuten sogar die bessere Mannschaft. Nach dem 0:1 durch Ridle Baku jedoch fiel Borussia deutlich ab.

„Der Sieg ist verdient für Leipzig. Wir sind ganz ordentlich ins Spiel gekommen und haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten: mutig zu sein und Leipzig zu zeigen, dass wir auch zwischen die Linien kommen können“, sagte Schröder.

Kurz vor dem ersten Gegentor hatte Gladbach die beste Chance zur Führung. Einen Schuss von Hugo Bolin lenkte RB-Torwart Maarten Vandevoordt an den Pfosten und fingerte ihn dann kurz vor dem einschussbereiten Tim Kleindienst von der Linie.

„Wir waren aber am Sechzehner zu ungenau. Ich fand schon, dass wir die eine oder andere Situation mit mehr Entschlossenheit zu Ende hätten spielen und zu Torchancen kommen können. Wenn du dann zurückliegst, ist es vollkommen klar, dass das schwierig wird. Beim 1:0 kam ein bisschen ein Knacks“, gab der Sportchef zu.

„Der Punch hat gefehlt, um Leipzig nicht nur spielerisch ein bisschen zu dominieren, sondern vor allem auch ein Zeichen dafür zu setzen, wirklich mal etwas Zählbares stehen zu haben“, sagte Trainer Eugen Polanski. Bis zur Pause war Gladbach aber dran, dann kippte es klar zugunsten von RB.

„Wir sind schlecht aus der Halbzeit gekommen, waren nicht wach und haben Leipzig mit den Chancen aufgebaut“, sagte Schröder. Antonio Nusa und der Kostenpflichtiger Inhalt Ex-Gladbacher Rocco Reitz erzielten die weiteren Tore. Allein Torwart Moritz Nicolas verhinderte eine noch höhere Niederlage, insgesamt kam er auf acht Paraden, drei davon binnen weniger Sekunden.

Nun richtet sich der Fokus auf das Ende der Transferperiode. Die Verletzung Hashiokas könnte Einfluss auf die Pläne Schröders haben. Eigentlich war klar, dass Joe Scally möglichst noch abgegeben werden sollte bis zum Ende des Transferfensters. Doch ist Yukhym Konoplia (Innenbandanriss) noch nicht spielfähig, „er wird noch zwei, drei Wochen fehlen“, dürfte also nach der Länderspielpause zurückkehren.

Schröder muss nun mit Polanski besprechen, wie es mit Scally weitergehen kann und welche Alternativen der Kader zudem hergibt. „Man sieht es ja im Endeffekt: Man redet gefühlt ein halbes Jahr über Transferfenster, Deadline Day und sonstige Geschichten – und dann passiert etwas. Von daher ist es immer ein Abwägungsthema. Wir werden uns natürlich auch abstimmen, wenn wir mehr wissen“, sagte Schröder in Leipzig.

Schröder schloss nicht aus, dass noch auf dem Transfermarkt reagiert wird. Oder ändert sich etwas in der Personalie Scally? „Joe hat sehr gut reagiert. Wie er reinkam, war er direkt da“, lobte er den US-Amerikaner, dem zuletzt noch signalisiert worden war, dass er keine große Rolle in den Planungen spielen und womöglich einen Tribünenplatz haben würde, wenn er sich nicht verändert. Bei einem Angebot, so der Stand, würde Gladbach Scally abgeben.

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