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Gleich zwei Sturmtiefs: Warnung vor Windböen im Landkreis Stade

Nation

Stade/Cuxhaven. Wenn die Nordsee aufgewühlt ist, zieht es viele Menschen zum „Storm Watching“ an die Küste. Am Wochenende dürfte sich ihnen ein beeindruckendes Naturschauspiel bieten - allerdings nur aus sicherer Entfernung. Stürmische Böen können in den kommenden Tagen vor allem an der Nordseeküste, zeitweise aber auch im Binnenland auftreten. Erwartet wird Bereits das Atlantiktief „Austen“.

Dazu bleibt das Wetter in Niedersachsen und Bremen wechselhaft mit Schauern und Regen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In der Nacht zum Freitag gibt es bei wechselnder Bewölkung weitere Schauer, die allmählich seltener werden. Die Temperaturen sinken auf sieben bis vier Grad.

Für den Landkreis Stade gilt laut DWD

Warnstufe 1 von 4 - „Warnung vor Windböen“;

von Freitag, 22 Uhr, bis Samstagmorgen, 4 Uhr;

mit Windböen bis 75 km/h aus südwestlicher Richtung muss gerechnet werden.

Was im Landkreis Stade am Wochenende bevorsteht

Nach Einschätzung des Meteorologen Dominik Jung sind an und auf der Nordsee Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde möglich. Besonders betroffen sein könnten Helgoland, die Ostfriesischen und Nordfriesischen Inseln sowie die angrenzenden Küstenabschnitte. Dazu kommen kräftige Regenschauer und möglicherweise einzelne Gewitter.

Herabfallende Äste und umstürzende Bäume können ebenso zum Problem werden wie Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr.

Wer auf eine schnelle Wetterberuhigung hofft, muss sich gedulden. Laut DWD könnte der Höhepunkt der stürmischen Wetterlage erst in der Nacht zum Sonnabend erreicht werden. „In der Nacht zum Samstag wird der Wind noch zunehmen“, erklärt DWD-Meteorologin Christiane Lösel. Auch landeinwärts dürfte der Sturm deutlich spürbar sein.

Machen Sie den Test: mit dem Regenschirm

Höchste Zeit also, das Haus und Grundstück möglichst sturmfest zu machten, etwa indem man leichte Gartenmöbel ins Haus bringt. Denn schon Windstärken um die 40 km/h reichen aus, um Gartenmöbel oder Sonnensegel herumfliegen zu lassen. Sie können ja mal den Regenschirm-Test machen: Lässt der Wind ihn umspringen, muss man damit rechnen, dass lose Gegenstände am Haus und im Garten nicht mehr sicher sind.

Am Sonntag zieht bereits das nächste Tief heran

Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist allerdings nicht in Sicht. Zwar sollen die Schauer in der Nacht zum Sonntag zunächst nachlassen, doch schon kündigt sich das nächste Sturmtief an. „Im Westen und Nordwesten rollt ein neues Tief über die Nordsee heran“, sagt Meteorologin Lösel.

Damit wird auch der Sonntag voraussichtlich erneut nass und windig. Im Tagesverlauf frischt der Süd- bis Südwestwind auf und dreht mit dem Durchzug einer Wetterfront auf West. (dpa/tip/tom)

Hinweis: Dieser Artikel wurde um 8.30 Uhr mit aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienst aktualisiert.

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