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Gleichermaßen dämlich wie großartig: Ein Elfmeter für die Ewigkeit wird zum Social

Sport

Gut Ding will Weile haben. Das dachte sich am vergangenen Mittwoch wohl auch Trayvone Reid. Der 26 Jahre alte Stürmer des jamaikanischen Fußball-Klubs Mount Pleasant – seines Zeichens immerhin amtierender Titelträger im Caribbean Cup des Concacaf – lief im Halbfinal-Hinspiel des Wettbewerbs bei Club Sando aus Trinidad & Tobago zum Strafstoß an.

Und lief und lief und lief.

In Trippelschritten kam er dem Elfmeterpunkt immer näher, nach rund 20 Sekunden führten seine zehn Meter Anlauf endlich zum Abschluss. Doch heraus kam ein Schüsschen, das der gegnerische Torwart Teshorne Ragoo mühelos halten konnte.

Kann passieren, nicht jeder Plan geht schließlich auf. Und Reid ist ansonsten ein sicherer Schütze.

Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Die Aufzeichnung der Szene ging viral – wie das nun mal heutzutage so ist. Bis jetzt wurde der Clip allein bei CBS Sports Golazo 7,2 Millionen Mal aufgerufen. Tenor der Betrachter: „Das könnte der dämlichste, und trotzdem großartigste Fußballclip sein, den ich je gesehen habe.“

Das Fazit des Kommentators bei Paramount Plus fiel weniger wohlwollend aus: „Das ist peinlich“, hieß es dort nach Reids Fehlschuss. Zu diesem Zeitpunkt führte Mount Pleasant 1:0, musste sich am Ende aber mit einem 1:1 begnügen – auch wegen der verpassten Elfmeterchance.

Immerhin: Ein Rückspiel gibt es noch. Und vielleicht kommen zu Hause in Jamaika dann ja auch ein paar mehr Zuschauer. Und erleben live womöglich ein Elfmeterschießen. Dass Trayvone Reid dann wieder antreten wird, darf als wahrscheinlich gelten – und dass er sich beim Anlauf erneut Zeit lässt – ebenso.

Strafstöße auf diese Art zu schießen, sind schließlich sein Markenzeichen. In der aktuellen Saison in Jamaikas Premier League hat er bisher zwei Treffer erzielt. Beide per Elfmeter und beide mit seinem extrem verzögerten Anlauf.

Beim 2:0 bei Dunbeholden FC vor ein paar Wochen ließ Reid sich auch nicht davon abhalten, noch einmal neu anzusetzen, als ein Spieler zu früh in den Sechzehnmeterraum gelaufen war und der Schiedsrichter die Ausführung unterbrechen musste.

Gut Ding will eben Weile haben und bei Trayvone Reid hat das bisher auch meistens geklappt.

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