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Globus schließt Standort in Hamburg- Protest vor Ort

Wirtschaft

Widerstand gegen Globus aus Norddeutschland: Dort will der Familien-Konzern eine Filiale dichtmachen. Doch dies wollen sich zahlreiche Menschen nicht gefallen lassen. Deshalb starteten sie eine Petition zum Erhalt des Standorts in Hamburg.

Insbesondere Anwohner in unmittelbarer Nähe des Einzelhändlers protestieren gegen die Entscheidung aus der Zentrale in St. Wendel, das Haus Ende September zu schließen. „Rettet unseren Globus-Supermarkt in Hamburg-Lurup“ ist der Titel. Dabei gehe es nicht nur darum, eine nahe Einkaufsmöglichkeit zu erhalten.

Das Einkaufszentrum sei ein Treff vieler Bürger. „Die Schließung könnte verheerende Auswirkungen auf unsere Gemeinschaft haben, insbesondere für diejenigen, die auf die günstigen Preise und die einzigartige Produktauswahl des Marktes angewiesen sind“, zitiert das Hamburger Abendblatt aus dem Anschreiben zur Unterschriftenaktion.

Damit nicht genug: Existenzen stünden auf dem Spiel, befürchten die Unterzeichner. Neben dem Schicksal der rund 200 Globus-Mitarbeiter an der Elbe bedeute das Aus des Warenhauses auch das Ende für zahlreiche Läden als Untermieter. Dazu zählten unter anderem ein Schuster, Friseur und Optiker – so wie in vielen Globus-Märkten bundesweit üblich.

Der St. Wendeler Familienkonzern hatte erst vor drei Jahren den ehemaligen Real-Standort nach eigenen Angaben für rund 40 Millionen Euro kernsaniert und umgebaut. Nach der Übernahme des Gebäudes der abgewickelten Supermarkt-Kette startete Globus in dem Hamburger Ortsteil am 20. Juli 2023. Rund 200 Beschäftigte zählt dort das Unternehmen.

Nun hoffen die Protestler auf ein Wunder, das Management doch noch umzustimmen. An die 3000 Unterschriften sollen bereits zusammengekommen sein. Wenig bis gar keine Hoffnungen macht eine Antwort der Globus-Pressestelle auf SZ-Anfrage. Demnach scheint das Schicksal besiegelt.

„Die Entscheidung zur Schließung unseres Standorts in Hamburg ist uns nach intensiver Prüfung und Abwägung nicht leichtgefallen“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme. Der Geschäftsführung sei zwar bewusst, „wie stark viele Kundinnen und Kunden mit unserem Markt verbunden sind“. Die aktuelle Petitionsinitiative sei dafür sichtbarer Beleg, „den wir sehr wertschätzen“.

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