„Glücksgefühle“-Pressekonferenz: Wütender Poldi, angefasster Krampe
Der Ärger um den abgesagten Alphaville-Auftritt beim „Glücksgefühle“-Festival ist noch nicht ausgestanden. Nach der Aus- und Wiedereinladung von Alphaville reagieren die Veranstalter Lukas Podolski und Markus Krampe auf die heftige Kritik. Podolski wird deutlich, Krampe räumt Fehler ein.
„Glücksgefühle“-Pressekonferenz mit Podolski und Krampe
Nachdem die Band wegen politischer Äußerungen zunächst ausgeladen und anschließend wieder eingeladen worden war, äußerten sich die Veranstalter Lukas Podolski und Markus Krampe erneut zu dem Eklat. Podolski reagierte bei einer Pressekonferenz vor allem auf persönliche Angriffe und politische Zuschreibungen. In einem Instagram-Video des „Mannheimer Morgen“ warnt der ehemalige Fußballnationalspieler: „Sollen die Leute da draußen ganz, ganz vorsichtig sein, weil ein Lukas Podolski kann auch anders.“ Die Menschen sollten aufpassen, wie sie mit seinem Namen umgingen. „Weil ich lasse mich nicht beleidigen und in irgendeine Ecke stellen.“
Die politische Situation in Deutschland sei „total aufgeheizt“, erklärte Markus Krampe bei der Pressekonferenz. Offenbar mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag (06.09.) ergänzte er: „Und da merkt man mal, wenn man zwischen die Fronten kommt, was hier eigentlich los ist, wie es hier läuft in Deutschland, wie das politische Klima ist.“
Seine Entscheidung begründete Krampe bei der Pressekonferenz mit Beschwerden nach einer früheren Alphaville-Show. Die Besucher hätten abschalten wollen. Er habe die Band deshalb darum gebeten, politische Aussagen künftig zu unterlassen. Eine Haltung zu zeigen, sei richtig, „aber vielleicht im richtigen Rahmen“. Die anschließende Ausladung bezeichnete er jedoch als Fehler: „Ich bin dann so dämlich gewesen, habe gesagt: ,Okay, dann bleibt zu Hause.‘ […] Dafür habe ich mich entschuldigt.“
Krampe: Podolski hatte mit der Ausladung von Alphaville nichts zu tun
Krampe erklärte auch im Gespräch mit RTL: Podolski sei an der ursprünglichen Ausladung nicht beteiligt gewesen. „Das war eine Entscheidung von mir“. Podolski habe erst aus der Presse davon erfahren und ihn angerufen: „Was ist denn da los?“
Dass sein langjähriger Freund nun ebenfalls Kritik abbekomme, tue ihm leid. Ganz unberührt wirkt Krampe von der Debatte nicht. Online-Kritiker bezeichnete er als „Tastatur-Rambos“, versuchte aber zugleich cool zu wirken: „An mir prallt das ab.“ Alphaville nahm die Entschuldigung und Wiedereinladung zur Kenntnis, sagte den Auftritt wegen der entstandenen Atmosphäre jedoch endgültig ab. Die vereinbarte Gage will die Band spenden.