Gökay Akbulut: Linkenabgeordnete erhält Strafbefehl nach Zugstreit
Eine Auseinandersetzung zwischen der Linken-Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut und Mitreisenden in einem Zug von Heidelberg nach Stuttgart im Januar 2025 hat ein juristisches Nachspiel für die Politikerin. Das Amtsgericht Stuttgart erließ einem Sprecher zufolge einen Strafbefehl gegen Akbulut. Demnach muss die Mannheimer Abgeordnete unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eine Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 430 Euro bezahlen. Zuvor hatte der »Mannheimer Morgen« berichtet. Dem Gerichtssprecher zufolge ist der Strafbefehl noch nicht rechtskräftig. Akbulut habe Einspruch eingelegt – allerdings nur gegen die Höhe der einzelnen Tagessätze. Eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa an das Büro der Bundestagsabgeordneten blieb zunächst unbeantwortet. Flasche auf Mitreisende geworfen? Die Linkenpolitikerin hatte Ende Januar 2025 auf ihrem Instagram-Kanal geschrieben, sie sei in einem Zug beleidigt und angegriffen worden. Ihr sei von einem Mann eine Bierflasche gegen den Kopf geworfen worden, zudem sei sie rassistisch beleidigt und sexuell belästigt worden, schrieb Akbulut. Kurz darauf hatte es Zweifel an der Darstellung gegeben. Der SPIEGEL berichtete, dass Akbulut zuvor ebenfalls Mitreisende beleidigt haben soll. Die Worte »Drecksfascho« und »Loser« sollen gefallen sein. In Sicherheitskreisen wurden schnell Zweifel laut an dem von Akbulut geschilderten Tathergang. Sie habe wohl eigene Provokationen und Tätlichkeiten bewusst ausgespart, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin auch gegen die Politikerin ermittelt.