DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.334,47 USD 10:30:32 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Gold und Bitcoin verlieren an Wert: Für Anleger ist das eine Chance

Wirtschaft

Anlagetrend der Woche Gold und Bitcoin im Sinkflug MeinungEine Kolumne von Daniel Saurenz 16.07.2026 - 07:12 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Edelmetalle hatten ihre beste Phase am Ende des Winters und Bitcoin florierte zuletzt im Herbst 2025. Antizyklische Anleger kommen aber jetzt auf ihre Kosten. Größer könnte der Unterschied kaum sein: Während der Nasdaq 100 seit Jahresbeginn seine Bestmarke mehrfach verbessert hat und rund 20 Prozent im Plus liegt, rutschte der Bitcoin zuletzt auf den tiefsten Stand seit 2024 ab und hat rund ein Viertel an Wert verloren. Aber nicht nur das "digitale Gold" schwächelt, auch das physische Gold hat zuletzt seine gesamten Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Ein Hauptauslöser dafür sind die steigenden Renditen – eine direkte Reaktion auf die aufflammenden Inflationssorgen wegen der anziehenden Energiepreise. Hier zeigt sich sehr schön, wie eng die verschiedenen Märkte miteinander verknüpft sind: Steigende Renditen erhöhen die Attraktivität verzinslicher Anlagen und entziehen renditestarken, aber eben zinslosen Assets wie Gold und Bitcoin Liquidität. Die Achillesferse von Bitcoin zeigt sich Auffällig ist jedoch, dass dieser Mechanismus in den vergangenen Monaten eher selektiv wirkte. Tech-Aktien, vor allem mit KI-Bezug, blieben sehr lange heiß begehrt. "Bei Anlegern beliebte Highflyer wie SK Hynix haben vom Top trotzdem ein Drittel ihres Wertes verloren", merkt Thomas Soltau vom Smartbroker an. Eigentlich leiden gerade Wachstumsunternehmen stärker unter steigenden Renditen, weil sich die Refinanzierung verteuert und künftige Gewinne in der Gegenwart weniger wert sind. Doch diese harten Faktoren werden derzeit von den massiven KI-Wachstumsfantasien komplett überlagert. Anzeige Zum Artikel passende Produkte Ausgewählt von unserem Börsenexperten Benjamin Feingold Bitcoin KryptoXS2940466316 Anleger greifen aus unterschiedlichen Gründen zu Kryptowährungen wie Bitcoin. Häufig dient Bitcoin als Alternative gegenüber Staatsanleihen oder klassischen Währungen und wird zur Diversifikation im Portfolio eingesetzt, weil seine Kursentwicklung nur schwach mit anderen Anlageklassen korreliert. Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger In welcher Marktsituation geeignet?Steigende Bitcoin-Notierungen Risikoklasse: Hoch Laufende Gebühren: 1 Euro pro Trade Gold RohstoffXC0009655157 Gold wird zwar oft als Inflationsschutz gesehen, erfüllt diese Rolle derzeit aber kaum. Stattdessen dient es vor allem als Absicherung gegen geopolitische Risiken. Seine Funktion hat sich damit vom klassischen Inflationshedge zu einem strategischen Sicherheitsanker verschoben. Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger In welcher Marktsituation geeignet?Steigende Goldpreise Risikoklasse: Mittel Laufende Gebühren: 1 Euro pro Trade Hier wird die Achillesferse des Bitcoins deutlich: Es gibt keine fundamental gerechtfertigte Bewertung und somit keinen greifbaren "fairen Wert". Vielmehr regiert primär der Glaube daran, dass die Münze aufgrund ihrer begrenzten Stückzahl begehrt bleibt und einen Inflationsschutz bietet. In der Realwirtschaft spielt sie nach wie vor keine Rolle. Zur Person Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance. Alle Gastbeiträge von Daniel Saurenz lesen Sie hier. Hier beginnt die eigentliche Erklärung für die Schwäche im Kryptomarkt: In den vergangenen Wochen ist massiv Kapital aus den Bitcoin-ETFs abgeflossen. Parallel dazu verschiebt sich der Risikoappetit der Investoren in andere Themenfelder. Besonders der KI-Sektor bindet derzeit enorme Mittel. Die Erwartung großer Börsengänge von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic sowie der bisher beispiellose IPO von SpaceX verstärken diesen Effekt. Krypto wird in dieser Rotation zwar nicht grundsätzlich verlassen, bietet den Akteuren im Moment aber schlicht nicht mehr ausreichend Fantasie und Volatilität. Wir sehen somit einen klassischen Liquiditätswechsel innerhalb des Risiko-Segments. Anleger haben jetzt eine Chance Und dennoch liegt im Antizyklischen genau jetzt eine Chance. Anleger haben ein Angebotsuniversum zur Verfügung, das so breit ist wie nie zuvor. Die Preisführerschaft übernahm jüngst CMC Markets, deren Indextracker auf den Bitcoin (WKN CMC000) mit einem Cent Spread im Wettbewerb ganz vorn liegt. Vor allem schlägt man die große Konkurrenz von Trade Republic um Längen, denn vor deren immensen Kosten beim sogenannten "Round-Turn" – also dem Kauf und Verkauf bei Bitcoin – warnte mehrmals unter anderem der Geldratgeber "Finanztip". Auch unsere Auswertungen zeigen die erheblichen Preisunterschiede. Anbieter wie BitPanda lassen die Berliner Konkurrenz hinter sich – da helfen auch alle Werbekampagnen mit Brad Pitt wenig, wenn der Preis nicht stimmt. Verwendete Quellen Eigene Meinung Transparenzhinweis Der Artikel stellt keine Kauf- oder Anlageberatung dar. Auf Finanzanalysen von Dritten hat die t-online-Redaktion keinen Einfluss. Quellen anzeigen

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