DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,02 % 64.298,69 USD 09:25:24 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Goldpreis: Lösen die US-Inflationsdaten am Dienstag ein großes Beben aus?

Wirtschaft

Goldpreis in der Zange von Anleiherenditen und US-Dollar Das hohe Niveau der Ölpreise heizte die Inflationssorgen an. Die Anleiherenditen reagierten und stiegen kräftig. Dabei überwanden sowohl die Renditen der 2-jährigen als auch der 10-jährigen US-Staatsanleihen mit 4,2 Prozent und 4,5 Prozent eminent wichtige Widerstände. Die damit ausgelösten Kaufsignale könnten einen weiteren Renditeanstieg provozieren – und das wiederum könnte zum „Sommer-Problem“ für Gold werden. Nicht weniger brisant ist die Lage am Devisenmarkt. Beflügelt von der Entwicklung am Anleihemarkt legte der US-Dollar-Index zuletzt deutlich zu und brach hierbei über die Marke von 100 Punkten aus. Dieser Ausbruch befindet sich nun in einem entscheidenden Stadium. Noch ist das Risiko eines Fehlausbruchs gegeben. Der Index kam zuletzt etwas zurück. Sollte sich die Aufwärtsbewegung jedoch tatsächlich manifestieren, könnte der US-Dollar-Index weiteres Terrain zurückgewinnen und eine Bewegung in Richtung der 105-Punkte-Marke initiieren. Und auch daraus könnte ein Problem für den Goldpreis erwachsen. Gold in banger Erwartung - Gießen die US-Inflationsdaten Öl ins Zinsfeuer? Am Dienstag (14. Juli) werden in den USA die eminent wichtigen Verbraucherpreise für Juni veröffentlicht. Vor allem die Kernrate dürfte dabei im Fokus stehen. Am Mittwoch folgen die US-Erzeugerpreise für den Monat Juni. Kurzum: Das Inflationsthema dürfte in den nächsten Tagen großen Raum einnehmen. Sollten die US-Verbraucherpreise stärker gestiegen sein, als es die Prognosen erwarten lassen, ist mit Turbulenzen am Goldmarkt zu rechnen. Gleichzeitig könnte aber auch eine schwächer als prognostizierte Preisentwicklung dem Goldpreis Auftrieb geben. Fazit – Kommt es am Goldmarkt zum großen Beben? Der Goldpreis befindet sich in einer entscheidenden Phase. Trotz aller Rückschläge bewegt sich das Edelmetall noch immer innerhalb des bullischen Szenarios. Die Chance auf eine erfolgreiche Bodenbildung und damit auf eine erfolgreiche Trendwende ist noch da. Den anstehenden US-Preisdaten kommt eine große Bedeutung zu. Schieben diese die Goldrallye wieder an oder erweisen sie sich als deren Sargnagel? In wenigen Tagen wird man mehr wissen. Die fragile Situation im Nahen Osten erhöht die Brisanz der Lage noch einmal deutlich. Eine weitere Verschärfung der Lage und damit einhergehend anziehende Ölpreise könnten die Anleiherenditen weiter anheizen und so den Goldpreis unter Druck setzen. Und dennoch gibt es durchaus Lichtblicke. So stabilisierten sich zuletzt die Bestände des SPDR Gold Shares. Der Aderlass hat an Dynamik verloren. Nun müssen „nur“ noch die ETF-Käufer zurückkehren. Ein weiterer Aspekt sind die charttechnischen Konstellationen der großen Goldproduzenten. Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder aber Kinross Gold weisen deutliche Anzeichen einer potenziellen Bodenbildung auf. Auch hier wäre es nur ein kleiner Schritt in Richtung untere Trendwende und anschließender Erholung. Solange der Goldpreis oberhalb von 4.000 US-Dollar notiert, hat er die Chance, in Richtung 4.500 US-Dollar oder 4.800 US-Dollar vorzustoßen. Problematisch wird es allerdings, sollte Gold unter 3.950 US-Dollar rutschen und damit ein neues Verlaufstief markieren. Das könnte wiederum weitere Abgaben in Richtung 3.800 US-Dollar bzw. 3.500 US-Dollar provozieren. Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte Sie wollen keine Chancen verpassen und bei den aktuellen Edelmetall- und Rohstofftrends auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

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