Goldpreis-Prognose bis Ende 2026: Startet Gold jetzt eine neue Rallye?
Der schwache US-Arbeitsmarktbericht verfehlte seine Wirkung nicht. Neben Gold haussierten auch Silber und Platin. Die Breite der Erholung ist positiv zu bewerten. Der zuletzt zu beeindruckende Kupferpreis musste seinem Tempo jedoch Tribut zollen. Aber: Das Rallyeszenario bei Kupfer (COMEX) ist nach wie vor intakt. Doch nicht nur der Edelmetall- und Rohstoffsektor profitierte vom schwachen US-Arbeitsmarktbericht und den damit einhergehenden Zinshoffnungen. Auch Dax, Dow Jones Industrial, Nasdaq 100 & Co. bekamen Aufwind. Selbst die robuste Vorstellung der Ölpreise trübte die gute Stimmung nicht. Gold-ETF-Investoren kehren zurück Die Bestandsentwicklung des SPDR Gold Shares, des weltweit größten physisch besicherten Gold-ETFs, dient uns an dieser Stelle als rudimentärer Indikator, um die Stimmung im Goldsektor zu erfassen. Die letzten Wochen und Monate waren von Mittelabflüssen geprägt. Doch dieser Aderlass scheint nun beendet. In den letzten Tagen griffen Investoren wieder beherzt zu. Dieser Trend muss sich in den nächsten Wochen allerdings noch manifestieren. Sollte sich die Rückkehr der Gold-ETF-Investoren bestätigen, würde eine wesentliche Säule der letzten Goldpreisrallye zu alter Stärke zurückfinden. Die zweite Säule – die Käufe der Notenbanken - stand ohnehin auch während der zurückliegenden Korrektur. Fazit / Goldpreis-Prognose bis Ende 2026 Der in der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle thematisierte Countdown zur Trendwende respektive Rallye schreitet erbarmungslos voran. In den letzten Wochen waren die Chancen auf ein Comeback für Gold wohl nie größer. Momentum kehrt in den Markt zurück. Und dennoch muss das Edelmetall noch einige Klippen umschiffen, um eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu installieren. Aus charttechnischer Sicht sind es nunmehr die nächsten Widerstände bei 4.500 US-Dollar und 4.800 US-Dollar, die überwunden werden müssen. Als Knackpunkt könnte sich die September-Sitzung des FOMC der Fed (15. / 16. September) erweisen. Bislang ging die Mehrheit der Marktakteure davon aus, dass die US-Notenbank an der Zinsschraube drehen wird. Nach dem gestrigen US-Arbeitsmarktbericht ist eine Zinserhöhung gar nicht mehr so „sicher“. Übersteht Gold den Fed-Termin ohne größere Blessuren, wäre wohl der Weg für ein goldenes Jahresfinale frei. Dass Gold vor einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung stehen dürfte, deuten auch die Kursentwicklungen der Produzentenaktien an. Barrick Mining, Newmont Corp., Kinross Gold oder aber der fundamental exzellent aufgestellte kanadische Goldproduzent Agnico Eage Mines machen aktuell mächtig Dampf auf der Oberseite. Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte Sie wollen keine Chancen verpassen und bei den aktuellen Edelmetall- und Rohstofftrends auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.