Goldpreis-Prognose: Gold bald bei 3.500 Dollar? Goldminenaktien im Fokus
Der Ölmarkt gibt die Richtung vor
Das anhaltend hohe Niveau der Ölpreise schürt Inflations- und Zinssorgen, treibt die Anleiherenditen an und stärkt den US-Dollar. Bei der Bewertung der Situation verschiebt sich der Fokus jedoch offenkundig. Die erwartete Zinshöhe tritt dabei etwas in den Hintergrund und die mögliche Dauer der Hochzinsphase rückt dafür in den Vordergrund. Salopp formuliert, loten die Akteure am Goldmarkt aktuell aus, wie lange der „Schmerz“ anhalten könnte. Das Thema beschäftigt natürlich nicht nur Gold, sondern auch Silber und andere Edelmetalle sowie Aktienmärkte wie DAX, Dow Jones Industrial und vor allem den Nasdaq 100.
Eine besondere Brisanz erhält die Situation am Ölmarkt durch einen sich abzeichnenden Preisknall bei Brent. Sollte ein bestimmtes Preisniveau überschritten werden, ist auch eine Bewegung auf 150 US-Dollar bei Brent-Öl nicht auszuschließen. Die Folgen wären nicht nur für Gold gravierend.
Goldpreis: Doch alles nur halb so wild?
Gold notiert noch immer oberhalb von 4.000 US-Dollar. Insofern ist noch nichts Gravierendes passiert. Und es gibt zudem durchaus Gründe, die für eine baldige Erholung des Goldpreises sprechen. Allerdings muss auch das Alternativszenario im Falle eines Dammbruchs diskutiert werden. Sollte es zum Bruch der Zone 4.000 / 3.950 US-Dollar kommen, muss mit einer preislichen und zeitlichen Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden. Aus charttechnischer Sicht lässt sich für diesen Fall ein Preisziel von 3.500 US-Dollar / 3.430 US-Dollar ableiten. Aber noch ist es nicht soweit.
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Goldminenaktien im Fokus
Wie schlagen sich Barrick, Newmont, Kinross, Agnico Eagle Mines & Co. vor dem Hintergrund der aktuellen Gemengelage und im Vorfeld der anstehenden Quartalsberichte? Hierzu lohnt ein Blick auf den Arca Gold Bugs Index (kurz HUI).
Nach dem gescheiterten Versuch, den markanten Widerstandsbereich von 900 Punkten aufzubrechen, setzte im Arca Gold Bugs Index eine kapitale Abwärtsbewegung ein. Aktuell rückt der eminent wichtige Unterstützungsbereich um 700 Punkte in den Fokus. Damit besteht zum einen die Chance, dass der HUI wieder nach oben abdrehen kann, andererseits gibt es das Risiko, dass es zu einem Rutsch unter die 700 Punkte in Richtung 600 Punkte kommen könnte. Damit spiegelt die aktuelle Lage im HUI die Situation bei Gold wider – die Chance auf Trendwende ist da, aber eben auch das Risiko einer weiteren Korrekturwelle.
Ungeachtet der kurzfristigen Risiken gilt es, auf die langfristig unverändert exzellenten Perspektiven für Goldproduzenten zu verweisen. Sollte es daher zu einer weiteren Korrekturwelle kommen, könnte es sich gerade für langfristig orientierte Anleger lohnen, die kurzfristige Verunsicherung und mögliche Turbulenzen zu nutzen, um den Markt nach antizyklischen Gelegenheiten zu sondieren.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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