DAX +1,13 % 25.697,95 Pkt 16:22:37 MDAX +0,56 % 30.457,20 Pkt 16:22:37 Euro Stoxx 50 +0,06 % 6.168,63 Pkt 16:22:30 Dow Jones +0,33 % 52.532,28 Pkt 16:37:37 S&P 500 +0,79 % 7.737,75 Pkt 16:37:37 Nasdaq +1,15 % 26.470,36 Pkt 16:37:34 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,41 % 4.058,00 USD 16:27:34 Silber -1,08 % 53,71 USD 16:27:30 Brent -1,78 % 111,85 USD 16:27:13 WTI +2,68 % 102,58 USD 16:27:38 Bitcoin -0,42 % 80.463,29 USD 16:37:33 EUR/USD -0,32 % 1,11380 USD 16:36:42 EUR/GBP -0,02 % 0,83710 GBP 16:37:37 EUR/CHF -0,03 % 0,92450 CHF 16:37:37 EUR/JPY +0,08 % 176,166 JPY 16:37:37

Goldpreis-Prognose: War es das jetzt für Gold? 4 Gründe machen Hoffnung

Wirtschaft

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten schossen die Renditen der US-Staatsanleihen kräftig nach oben. Die mit den Inflationsdaten geschürten Zinsängste brachen sich Bahn. So liefen die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen noch einmal an den Bereich von 5,3 Prozent heran, verpassten es aber, neue Akzente auf der Oberseite zu setzen. Hierzu hätte es eines Ausbruchs über die 5,35 Prozent bedurft. Stattdessen drehte der Wind. Die Anleiherenditen kamen deutlich zurück, was im Gegenzug Gold entlastete.

Wie nachhaltig das Korrekturszenario ist, dürfte sich bereits in den nächsten Tagen zeigen. Sollten die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen nun auch noch unter die Marke von 5 Prozent gehen, könnte das den Goldpreis weiter anschieben. Die Ölpreise könnten einer Korrektur der Renditen jedoch Einhalt gebieten. Noch immer zeigen Brent-Öl und WTI-Öl keine Anzeichen von Schwäche.

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Verpufft die Greenbackstärke? Möglicher Fehlausbruch beim US-Dollar-Index

Eine weitere Geißel für Gold ist die Stärke des US-Dollars. Der wichtige US-Dollar-Index (DXY) überwand zum Monatswechsel den Bereich von 101,8 Punkten. Der Ausbruch über dieses markante Widerstandscluster löste ein starkes Kaufsignal aus. Die Aufwärtsbewegung dehnte sich auf 103 Punkte aus. Dort setzten allerdings Gewinnmitnahmen ein. Der Index kam zurück und beendete die Handelswoche im Bereich von 101,8 Punkten. Die nächsten Tage versprechen daher enorme Spannung. Läuft der US-Dollar-Index unter die 101,8 Punkte, müsste über eine veritable Bullenfalle diskutiert werden. Der DXY könnte sich daraufhin auf 100 Punkte und darunter zurückziehen. Problematisch würde es für den Goldpreis hingegen, sollte der US-Dollar-Index nun wieder nach oben abdrehen.

Gold-Investoren bleiben am Ball

Um die Stimmung im Edelmetallbereich zu erfassen, ziehen wir die Bestandsentwicklung des SPDR Gold Shares als einfachen Indikator heran. Unterm Strich wiesen die Bestände in den letzten Tagen eine stabile bis leicht ansteigende Tendenz auf. Schwache Tage werden dabei verstärkt für Zukäufe genutzt.

Die anhaltenden Kaufaktivitäten der physisch besicherten Gold-ETFs stabilisierten zuletzt den Goldmarkt. Den Angaben des World Gold Councils zufolge flossen allein im September netto 10 Mrd. US-Dollar in physisch besicherte Gold-ETFs weltweit.

Gold verteidigt Unterstützung

Der eingangs beschriebene Schwächeanfall des Goldpreises wirkte zunächst bedrohlich, rückte doch die Unterstützungszone 4.000 / 3.950 US-Dollar in den Fokus. Letztendlich konnte ein ernsthafter Belastungstest abgewendet werden. Gold notiert zwar unterhalb der wichtigen Marke von 4.200 US-Dollar, scheint dafür aber auf der Unterseite abgesichert zu sein. Der zuletzt an dieser Stelle thematisierte finale Abverkauf des Goldpreises in Richtung 3.500 US-Dollar ist als mögliches Szenario aber noch nicht endgültig vom Tisch. Um das Chartbild weiter zu stabilisieren, muss es für den Goldpreis nun über die 4.200 US-Dollar und 4.500 US-Dollar gehen.

Fazit – Chance auf Trendwende und Comeback ist da

Die Lage ist nicht so dramatisch, wie sie vielleicht scheinen mag. Solange der Goldpreis oberhalb von 3.950 US-Dollar notiert, besteht die Chance auf eine Trendwende. Ein dynamischer Ausbruch über die 4.200 US-Dollar wäre ein erstes vorsichtiges Signal im Hinblick auf ein Comeback. Ein Vorstoß über die 4.500 US-Dollar würde das Ganze dann entscheidend voranbringen. Selbst die Möglichkeit einer Jahresendrallye bei Gold sollte nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

Die letzte Gold-Kommentierung an dieser Stelle wurde mit „[…] Der Blick in den Goldminensektor schürt ebenfalls Hoffnungen auf ein Comeback des Edelmetalls. Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder auch Kinross Gold weisen überraschend stabile Kursmuster auf. Eine Erholung des Goldpreises könnte als Initialzündung eine kapitale Rallye lostreten.“ beendet. Dem ist auch heute nichts hinzuzügen.

Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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