Goldpreis: Zinssorgen verursachen kräftiges Minus zum Wochenstart
von Jörg Bernhard
Belastend wirkte vor allem die festgefahrene Situation um die Straße von Hormus. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran halten die Ölpreise auf hohem Niveau und verstärken damit die Inflationsrisiken in den USA. Für Gold ergibt sich daraus ein schwieriges Umfeld. Höhere Energiepreise könnten die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Nach der Zinserhöhung im September rechnen die Finanzmärkte mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eines weiteren Zinsschritts im Oktober. Steigende Anleihe- und Realrenditen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten des unverzinsten Edelmetalls. Zusätzliche Impulse dürften in dieser Woche wichtige US-Konjunkturdaten liefern. Im Fokus stehen Arbeitsmarktindikatoren sowie der PCE-Preisindex. Starke Beschäftigungs- oder Inflationsdaten könnten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen verstärken und den Goldpreis zusätzlich belasten. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent an, dass wir bis Ende Oktober eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte sehen werden. Vor einem Monat lag dieser Wert bei lediglich 18 Prozent.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 100,90 auf 4.220,30 Dollar pro Feinunze.
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