Google Chrome: Außerplanmäßiges zweites Update in der Woche
Google hat in der Nacht zum Freitag ein ungeplantes Update für den Webbrowser Chrome veröffentlicht. Es ist das zweite Update in dieser Woche nach der planmäßigen Aktualisierung zum Mittwoch. Das Update behandelt auch kritische Sicherheitslücken. Weiterlesen nach der Anzeige Laut der Versionsankündigung im Chrome-Release-Blog stopfen die Entwickler nun weitere sieben Sicherheitslücken im Webbrowser. Drei davon gelten als „kritisch“, es handelt sich um nicht näher erläuterte Use-after-free-Schwachstellen in den Komponenten CameraCapture (CVE-2026-15899), GPU (CVE-2026-15900) sowie Network (CVE-2026-15901). Die vier weiteren Schwachstellen haben als Risikoeinstufung „hoch“ erhalten. Warum das Update außerplanmäßig erfolgt, wird aus der Ankündigung nicht klar – sofern die Lücken von Angreifern im Internet missbraucht werden, schreibt Google das üblicherweise auch in der Versionsankündigung. Das ist hier nicht der Fall. Die aktualisierten Chrome-Fassungen 150.0.7871.128 für Android und Linux sowie 150.0.7871.128/.129 für macOS und Windows schließen die Sicherheitslecks demnach. Planmäßiges Chrome-Update In der Nacht zum Mittwoch hatten Googles Entwickler hingegen 15 Lücken im Browser geschlossen, von denen zwei als kritisches Risiko galten. Bei beiden handelt es sich um Use-after-free-Lecks in der Ozone-Komponente. Auch da gab es keine Hinweise auf aktiven Missbrauch der gefixten Schwachstellen in freier Wildbahn. Die Versionen vom Mittwoch, die die Schwachstellen ausbessern, lauteten 150.0.7871.124 für Linux sowie 150.0.7871.124/.125 für macOS und Windows. Gleichzeitig hatte Google zudem die ersten 151er-Builds für Android und iOS freigegeben. Um das Chrome-Update anzuwenden, können Nutzerinnen und Nutzer den Versionsdialog aufrufen. Der verbirgt sich im Browser-Menü unter „Hilfe“ – „Über Google Chrome“ und zeigt den derzeit laufenden Softwarestand an. Ist eine neuere Version verfügbar, startet das automatisch den Update-Prozess. Unter Linux dient im Regelfall die Softwareverwaltung der Distribution zum Aktualisieren des Webbrowsers. In den App-Stores lässt sich hingegen ein frühzeitiges Update in der Regel nicht erzwingen, bei einigen Modellen erscheinen die aktualisierten Versionen erst mit deutlicher Verzögerung. Da die Schwachstellen die Chromium-Basis betreffen, dürften in Kürze auch darauf basierende Webbrowser Updates ausliefern. Dazu gehört etwa Microsofts Edge. In der Vorwoche hatten Googles Entwickler insgesamt 27 Schwachstellen in Chrome geschlossen. Davon galten zwei als kritisch. Auch von denen wurde bislang keine im Internet attackiert. Weiterlesen nach der Anzeige