Google WeatherNext 3: Regen-Prognosen bis zu 50 Prozent genauer
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Wer kennt es nicht? Die Wetter-App verspricht Sonne, wenige Stunden später schüttet es wie aus Eimern. Genau dieses Problem will Google jetzt lösen. Der US-Konzern hat mit WeatherNext 3 ein neues KI-Wettermodell vorgestellt, das Vorhersagen deutlich präziser machen soll. Besonders bei Regen-Prognosen verspricht Google einen gewaltigen Sprung nach vorn. Die neue Technik steckt ab sofort in der Google-Suche, in Google Maps und in der Gemini-App.
Regen-Prognosen werden treffsicherer
Nach Angaben von Google sind Niederschlagsvorhersagen, die einen Tag oder länger in die Zukunft reichen, mit WeatherNext 3 bis zu 50 Prozent genauer als bisher. Vor allem in Regionen, in denen Wetterprognosen bislang häufig danebenlagen, soll die KI für bessere Ergebnisse sorgen. Für Nutzer bedeutet das: mehr Planungssicherheit bei Ausflügen, Reisen oder dem täglichen Weg zur Arbeit.
Möglich wird das durch eine komplett neue Arbeitsweise. Statt sich hauptsächlich auf klassische Wettersimulationen zu verlassen, verarbeitet WeatherNext 3 laufend aktuelle Daten von geostationären Satelliten. Dadurch erkennt das System Wetteränderungen schneller und kann Vorhersagen kontinuierlich anpassen.
Stündliche Updates statt stundenalter Daten
Ein entscheidender Vorteil der neuen Technik: Die Prognosen werden jede Stunde aktualisiert. Ältere Wettermodelle arbeiteten teilweise mit Daten, die mehrere Stunden alt waren. Laut Google konnten dadurch Verzögerungen von bis zu sechs Stunden entstehen.
Zusätzlich fließen Messwerte von Wetterstationen am Boden in die Berechnungen ein. Die KI kombiniert diese Informationen mit den Satellitenbildern und erstellt daraus laufend aktualisierte Wetterprognosen. Besonders bei schnell wechselnden Wetterlagen soll das Vorteile bringen.
Präziser für Ihren Ort, aber keine Garantie
Auch bei der Detailgenauigkeit legt Google nach. Temperaturen und Luftfeuchtigkeit werden auf einem Raster von fünf Kilometern berechnet, Niederschläge auf zehn Kilometern. Das ist laut Google etwa fünfmal genauer als beim Vorgängermodell. Dadurch kann die Vorhersage besser zwischen benachbarten Orten unterscheiden, etwa an Küsten oder in Gebirgsregionen.
Die neuen Wetterdaten werden bereits automatisch in Google Search, Google Maps und Gemini genutzt. Trotzdem mahnt der Konzern zur Vorsicht: Auch die beste KI kann Wetter nicht perfekt vorhersagen. Für amtliche Warnungen vor Unwettern oder anderen Gefahren verweist Google weiterhin auf die offiziellen Wetterdienste.