Grand Canyon: Schwere Sturzflut! Mehr als 20 Menschen vermisst
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Wetter-Katastrophe in den USA! Nach einer Sturzflut im Grand Canyon im Bundesstaat Arizona werden am Sonntag etwa 15 Menschen vermisst. Die plötzliche Flut kam am Samstag um 14.30 Uhr im Gebiet der Unterkunft Phantom Ranch, wie der National Park Service (NPS) mitteilte. Die Wassermassen rissen demnach große Felsbrocken, Metallteile und andere Trümmer in den Colorado River, der durch den Canyon fließt. Das Gebiet rund um die Phantom Ranch wurde verwüstet und mit Schlamm bedeckt, wie Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen.
Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek wurden zerstört, hieß es. 62 Menschen mussten bisher evakuiert werden, teilte der NPS mit. Weitere Evakuierungen seien geplant. Gemeinsam mit den Behörden von Arizona werde versucht, Menschen in Sicherheit zu bringen und alle von der Flut betroffenen Menschen zu erfassen. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Der National Park Service bat in einem aktualisierten Aufruf auf seiner Homepage um Informationen zu etwa 15 Menschen, von denen es seit der Flut kein Lebenszeichen mehr gegeben habe. Zuvor war von mehr als 20 Vermissten die Rede.
Wie die New York Times berichtet, waren am Sonntagmorgen auch Suchhubschrauber im Einsatz. Dabei wurde allerdings keine vermisste Person gefunden, hieß es.
Im Grand Canyon drohen weitere Regenfälle
Bei Touristen beliebte Anlaufstellen wie der Bright Angel Campground oder die Phantom Ranch blieben am Sonntag geschlossen. Aus der Phantom Ranch wurden nach Angaben des NPS mehr als 60 Menschen evakuiert. Auch Rafting-Touren auf dem Colorado River wurden vorerst eingestellt.
Im betroffenen Gebiet sind bis einschließlich Montag weitere Regenfälle und Gewitter nicht ausgeschlossen. Der NPS warnt daher vor „weiteren Sturzfluten“ oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen.