DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,69 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,36 % 65,11 USD 22:59:58 Brent +1,67 % 88,52 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 63.001,21 USD 20:01:41 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Greenpeace fordert härteres Vorgehen

Welt

Startseite Politik „Schweden zeigt, wie man vorgeht“: Greenpeace wütet über Deutschlands Schattenflotten-Versagen Von: Jekaterina Jalunina Uns auf Google folgen Russische Öltransporte in der Ostsee verlagern sich näher an die deutsche Küste. Greenpeace fordert deshalb ein härteres Vorgehen. Kiel – Laut Greenpeace sollen mutmaßliche Tanker der russischen Schattenflotte zuletzt häufiger in Küstennähe entlang der deutschen Ostsee gefahren sein. Die Umweltschutzorganisation berichtet auf Basis eigener Auswertungen, dass die Schiffe in den vergangenen Monaten hingegen seltener die Nähe zur schwedischen Küste suchten. Hintergrund sei demnach ein verstärktes Vorgehen Schwedens gegen verdächtige Tanker, bei dem in der Vergangenheit auch Schiffe gestoppt wurden. Nach Angaben der Analyse sollen zwischen dem 6. März und dem 16. Juni 42 von insgesamt 136 Tankern, die Greenpeace der Schattenflotte zurechnet, eine Route nahe der deutschen Küste bei Rügen gewählt haben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres sei dort kein einziger dieser Tanker unterwegs gewesen. Putins Schattenflotte: Greenpeace meldet wiederholt Tanker in deutscher 12-Meilen-Zone Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace, forderte erneut ein härteres Vorgehen Deutschlands gegen die Schattenflotte. „Die schwedische Regierung zeigt, wie man gegen falsch geflaggte und daher unversicherte Putin-Tanker vorgeht.“ Man habe regelmäßig deutschen Behörden Tanker gemeldet, die unter falscher Flagge fahren. Kontrollen seien aber ausgeblieben. Laut Greenpeace drangen rund 30 Tanker auch in die 12-Meilen-Zone ein, also in das deutsche Küstenmeer. Russische Schattenflotte Als „Schattenflotte“ bezeichnet man eine Gruppe von Tankern und Frachtschiffen, die Russland nutzt, um westliche Sanktionen zu umgehen und weiterhin Öl und andere Güter auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Diese Schiffe operieren unter intransparenten Bedingungen: Sie wechseln häufig ihre Flaggen, Eigentümer und Namen, fahren unter Flaggen von Ländern mit schwacher Regulierung – etwa Panama, Gabun oder Palau – und transportieren russisches Rohöl an Abnehmer in Asien, dem Nahen Osten und anderen Regionen, die die westlichen Sanktionen nicht mittragen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, das für Zollfragen zuständig ist, teilte auf Anfrage mit: „Uns ist nicht bekannt, welche Schiffe derzeit von Greenpeace zur Schattenflotte gezählt werden. Dementsprechend können wir die von Ihnen angeführte Statistik nicht bestätigen.“ Behörden verweisen bei Schattenflotte auf internationales Seerecht Beim Passieren der 12-Meilen-Zone gilt nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) grundsätzlich das Recht auf friedliche Durchfahrt. Ob im Einzelfall ein Verstoß gegen Sanktionen vorliegt, müsse jeweils gesondert geprüft werden. Maßnahmen gegen Schiffe der sogenannten Schattenflotte seien nur im Rahmen des internationalen Seerechts zulässig. Ein Sprecher der zuständigen Behörde erklärte dazu: „Sofern die völkerrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, ergreifen die zuständigen Stellen die gebotenen Maßnahmen.“ Gleichzeitig verwies der Sprecher auf die begrenzte Auskunftsfähigkeit zu operativen Details entsprechender Einsätze. Neue Daten geben Einblicke in russische Öltransporte über die Ostsee Ein bereits vor rund einem Monat veröffentlichter Datensatz lieferte neue Einblicke in russische Öltransporte über die Ostsee. Nach Recherchen des Dossier Center, ausgewertet unter anderem vom NDR und der Süddeutschen Zeitung, umfasst das Material Informationen zu rund 85.000 Crewmitgliedern, die zwischen 2023 und 2026 russische Ölhäfen in der Region angelaufen haben. Der Datensatz enthält zudem Angaben zu mehr als 700 Tankern der Schattenflotte, die seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Einsatz sein sollen. Demnach nutzt Russland diese Flotte weiterhin, um westliche Sanktionen beim Ölhandel zu umgehen. Den Recherchen zufolge soll Russland Wagner-Söldner auf Öltankern der sogenannten Schattenflotte einsetzen, um die Schiffe während der Fahrt durch die Ostsee vor möglichen Angriffen zu schützen. Greenpeace warnt vor Umweltgefahren durch russische Schattenflotte

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren