DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,23 % 4.065,30 USD 00:05:00 Silber -0,70 % 53,92 USD 00:04:21 Brent -2,92 % 110,56 USD 00:02:41 WTI +2,02 % 101,92 USD 00:05:00 Bitcoin +0,53 % 81.232,80 USD 00:15:01 EUR/USD -0,15 % 1,11570 USD 00:14:42 EUR/GBP -0,02 % 0,83710 GBP 00:15:00 EUR/CHF -0,15 % 0,92340 CHF 00:15:04 EUR/JPY -0,01 % 175,994 JPY 00:15:04

Großangriff auf unser Stromnetz: Drei Sabotage-Fälle an Umspannwerken in nur zwei Tagen

Allgemein

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Berlin – Deutschland erlebt beunruhigende Angriffe auf seine kritische Infrastruktur. Innerhalb von nur drei Tagen kam es bundesweit zu mehreren Sabotageakten an Umspannwerken. Einiges spricht dafür, dass die Angriffe vom selben Täter geplant wurden. So liegen die Sabotagen nicht nur zeitlich eng beieinander, auch die Abschusskonstruktionen sollen sich ähneln, heißt es aus Sicherheitskreisen. Nach einem Bekennerschreiben gibt es eine Spur.

Aktuell laufen auch Einsätze bei Bremen und in der Nähe von Aachen. In Ganderkesee (Niedersachsen) sperrte die Polizei am Freitagmorgen ein Umspannwerk weiträumig ab. Ein Hubschrauber kreiste über der Anlage, Spezialkräfte überprüften das Gelände. Die Polizei sprach zunächst von „verdächtigen Umständen“. Eine akute Gefahr zeichnete sich später zwar nicht ab. Doch nach den Vorfällen der vergangenen Tage reagieren die Behörden inzwischen hochsensibel auf jede Auffälligkeit an Energieanlagen.

Auch am Umspannwerk in Weisweiler (NRW) ist die Polizei aktuell im Einsatz. Grund: Der Ort taucht in dem Bekennerschreiben auf – ebenso wie die Orte, in denen es zuvor Sabotageangriffe gab. Der Verdacht hat sich aber bisher noch nicht bestätigt.

Dienstag: Erster Angriff in Brandenburg

Am Dienstag, den 1. September, hatte es den ersten Angriff in Turnow-Preilack/Jänschwalde (Brandenburg) gegeben: Mitarbeiter entdeckten am Morgen gegen 8 Uhr Schäden an Oberleitungen des Umspannwerks. Der oder die Täter setzten nach Ermittlerangaben eigens gebaute raketenähnliche Sprengvorrichtungen ein. An den Flugkörpern waren Kupferdrähte befestigt, die beim Treffer auf Hochspannungsleitungen gezielt Kurzschlüsse auslösen sollten. Mehr als 20 dieser Vorrichtungen fanden Ermittler rund um die Anlage. Zwei Geschosse wurden laut Polizei abgefeuert. Ob die restlichen Raketen zu einem späteren Zeitpunkt starten sollten oder der Zeitzünder versagte, ist nicht bekannt. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sprach von einer gezielten Sabotage gegen die Energie-Infrastruktur. Ein größerer Stromausfall konnte verhindert werden.

Dienstag: Zweiter Angriff in NRW

Stunden später gelang ein Angriff in Bergheim bei Köln . Auch hier wurden Hochspannungsleitungen ins Visier genommen. Anwohner konnten Explosionen hören und Lichtbögen sehen. Die Folge: Fünf Braunkohle-Blöcke der Kraftwerke Niederaußem und Neurath gingen vom Netz. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul machte deutlich: „Das war Absicht, das war eine Straftat.“

Donnerstag: Sabotage auch in Dormagen

Am Donnerstagabend folgte der nächste Alarm in Dormagen . Ein Spaziergänger entdeckte um 18.15 Uhr verdächtige Vorrichtungen in der Nähe eines Umspannwerks. Nach bisherigen Erkenntnissen sollte auch hier offenbar gezielt ein Kurzschluss ausgelöst werden.

Polizei fahndet nach Mann aus NRW

Seit Freitag nun auch die Einsätze bei Bremen und in der Nähe von Aachen. Laut WDR ist in dem Bekennerschreiben auch die Rede von weiteren Angriffen auf Umspannwerke. Die Ermittler fahnden jetzt nach einem Mann aus dem Raum Gevelsberg (NRW).

Die Anschlagsserie hat Politik und Energieversorger alarmiert. Bundesweit werden Schutzmaßnahmen an Umspannwerken verschärft. Nach BILD-Informationen fahren Polizei und Sicherheitsdienste viele Anlagen inzwischen häufiger an und kontrollieren sie verstärkt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren