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Großbrand am Chiemsee: 300 Retter vor Ort - Feuerwehr rechnet mit tagelangem Löscheinsatz

Nation

rosenheim24-de Rosenheim Chiemgau Bernau am Chiemsee Großbrand am Chiemsee: 300 Retter vor Ort – Feuerwehr rechnet mit tagelangem Löscheinsatz Von: Marcel Sowa, Valentin Schöffel, Martin Weidner Uns auf Google folgen Bernau/Übersee – In der Nacht auf Montag (29. Juni) wütete am Chiemsee ein verheerender Wald- und Moorbrand. Inzwischen kämpft die Feuerwehr noch mit Glutnestern. Die Sperrung der A8 (München-Salzburg) konnte derweil aufgehoben worden. Service: Verkehrsmeldungen Verkehrsportal bayerninfo.de Presse Gemeinde Übersee Update, 15.36 Uhr – Feuerwehr rechnet mit tagelangem Löscheinsatz Ein Waldbrand hat in den Nachtstunden des vergangenen Sonntags einen Großeinsatz im Gemeindebereich Übersee im Landkreis Traunstein ausgelöst. Kurz vor Mitternacht wurde das Feuer entdeckt, das sich im Damberger Filz – einem Moor- und Waldgebiet nahe der Ortschaft Damberg – auf rund sechs Hektar Wald-, Gestrüpp- und Moorfläche ausgebreitet hat. Rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht, Technischem Hilfswerk und Polizei standen laut einer Pressemeldung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein (Stand: 15 Uhr) im Einsatz. Autobahn A8 zeitweise gesperrt Die starke Rauchentwicklung zwang die Behörden in den frühen Morgenstunden dazu, die Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau vorübergehend zu sperren. Gegen 10 Uhr konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden, nachdem die Löschmaßnahmen erste Wirkung zeigten und die Rauchentwicklung deutlich nachließ. Über das Modulare Warnsystem (MoWaS) wurde eine Gefahreninformation veröffentlicht, die weiterhin Bestand hat. Die Bevölkerung wird darin aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung bestehe derzeit nicht, so der Kreisfeuerwehrverband. Schadstoffmessungen im Bereich der Rauchausbreitung hätten bislang keine auffälligen Ergebnisse ergeben. Löscharbeiten aus der Luft und am Boden In der Nacht bekämpften bodengebundene Einsatzkräfte das Feuer mit zahlreichen Strahlrohren. Zusätzlich wurde eine sogenannte Riegelstellung mit einer Beregnungsanlage eingerichtet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Da das Brandgebiet mit Fahrzeugen nicht direkt erreichbar ist, musste zunächst eine umfangreiche Infrastruktur zur Löschwasserversorgung aufgebaut werden – mit mehreren Schlauchleitungen zu umliegenden Wasserentnahmestellen sowie einem Tankwagenpendelverkehr von weiter entfernten Stellen. Das Löschwasser wurde zeitweise aus dem nahegelegenen Chiemsee entnommen, überwiegend jedoch aus eigens eingerichteten Wasserbehältern direkt an der Einsatzstelle. Am Vormittag weitete sich der Einsatz auf die Luft aus: Drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei warfen mit Außenlastbehältern Wasser über dem Brandgebiet ab. Hinzu kamen in den späten Vormittagsstunden Landwirte mit Traktoren und großen Güllefässern, die das unwegsame Gelände besser befahren konnten. Bergwacht und Polizei setzten Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Erkundung der Brandausbreitung ein. Krisenstab eingerichtet, ein Verletzter Aufgrund des erhöhten Koordinierungsbedarfs wurde Kreisbrandrat Christof Grundner zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt und ein Krisenstab in der Feuerwehr-Führungsstelle Achen eingerichtet. Auch die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Traunstein wurde aktiviert. Bei den nächtlichen Löscharbeiten zog sich ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen zu. Aufgrund der hohen Temperaturen werden die Einsatzkräfte tagsüber regelmäßig ausgetauscht; die Verpflegung übernimmt die Gemeinde Übersee. Einsatzleiter Grundner äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Die Löschmaßnahmen zeigen insgesamt Wirkung und das Feuer konnte bereits deutlich eingedämmt werden.“ Ein konkretes Einsatzende sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar. Erster Bürgermeister Herbert Strauch zeigte sich dankbar, „dass an allen Ecken mit großem Engagement und hoher Professionalität gearbeitet wird und alle Beteiligten gemeinsam an einem schnellen Löscherfolg arbeiten“. Er lobte zudem „die schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die Feuerwehren aus der Region, alle beteiligten Hilfsorganisationen sowie die eingesetzten Landwirte, die mit ihren Maschinen einen wertvollen Beitrag zum Einsatzerfolg leisten“. Neben zahlreichen Feuerwehren aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim waren auch Flughelfergruppen aus dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Rosenheim im Einsatz. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Der Einsatz werde voraussichtlich noch einige Tage andauern, so der Kreisfeuerwehrverband. Die Bevölkerung wird gebeten, das betroffene Gebiet zu meiden, die Einsatzkräfte nicht zu behindern und im Umkreis der Einsatzstelle keine Drohnen zu starten. Update, 13.40 Uhr – Einsatzleiter Grundner über die aktuelle Lage Wie Einsatzleiter Christof Grundner gegenüber chiemgau24.de berichtet, soll der Einsatz noch bis in die Nacht hinein andauern. „Aufgrund des starken Windes“ komme es immer wieder zu neuen Feuerstellen. Er gehe derzeit (Stand: 13.30 Uhr) nicht davon aus, dass die Löschmaßnahmen noch am Montag abgeschlossen werden. „Regen wäre ganz super“, ergänzt der Kreisbrandrat auf die Nachfrage, ob mögliche Gewitter helfen würden. Auch der Bürgermeister Übersees ist vor Ort und versucht mit anzupacken. Update, 13.24 Uhr – Lage in Bernau ruhig Rund um den Waldbrand scheint sich die Lage jedoch zu beruhigen. Wie ein Reporter von chiemgau24.de berichtet, waren die Bewohner in Bernau kaum betroffen. Rauchgeruch ist jedoch weiterhin wahrzunehmen. Auch das Verkehrschaos rund um die Brandstelle auf der A8 hat sich mittlerweile aufgelöst. Update, 13.10 Uhr – Einsatzkräfte beraten sich Wie es von vor Ort heißt, wollen die leitenden Einsatzkräfte gegen 14 Uhr über das weitere Verfahren zusammenkommen. Von einer kompletten Löschung des Brandes kann derzeit aber bislang nicht die Rede sein. Update, 12 Uhr – Feuerwehr spricht von „Inferno“ Als die Feuerwehr am späten Sonntagabend am Damberger Filz eintraf, erwartete die Einsatzkräfte laut einer Auskunft vor Ort „ein regelrechtes Inferno“. Nach circa drei Stunden sei die unkontrollierte Ausbreitung eingedämmt worden, doch die trockenen Nadelbäume samt Harz seien für die Flammen „ein gefundenes Fressen“ gewesen, hieß es weiter. Aktuell (Stand: 11.45 Uhr) wird der Brand durch mehrere Helikopter aus der Luft mit Wasser weiter gelöscht. Aufgrund des losen Untergrunds in dem Wald- und Moorgebiet müssen die Kräfte der Feuerwehr auch zu Fuß in die Fläche: Weil Glutnester im Boden sitzen, muss dieser mit Haken aufgebrochen werden. Auch mit Wasserschläuchen geht es zur Sache: eine schweißtreibende Arbeit bei den Temperaturen, die zum Glück nicht mehr so extrem sind wie am Wochenende. Update, 11.05 Uhr – Sperrung der A8 aufgehoben Dutzende Feuerwehrleute und Hubschrauber sind weiterhin im Einsatz, um mehrere Tausend Quadratmeter Wald- und Moorfläche nahe der Gemeinde Übersee zu löschen. Die angrenzende A8 war wegen des vielen Rauchs gesperrt worden. Nun konnte diese wieder freigegeben werden. Das Feuer in einem Waldstück im Landkreis Traunstein war kurz vor Mitternacht am Sonntag gemeldet worden. Seitdem waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und THW im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Ein Feuerwehrmann erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen. Update, 10.55 Uhr – Weiterhin hunderte Einsatzkräfte vor Ort Das Feuer in einem Waldstück nahe der Gemeinde Übersee (Landkreis Traunstein) war kurz vor Mitternacht gemeldet worden. Seitdem sind mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und THW im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Laut der Feuerwehr stehen 5,5 Hektar Wald und Moor in Flammen, das entspricht einer Fläche von knapp acht Fußballfeldern. Nach ersten Erkenntnissen von vor Ort könnte die Brandfläche möglicherweise jedoch auch deutlich größer sein. Offizielle Informationen hierzu lagen zunächst jedoch nicht vor. Am Vormittag dauerten die Löscharbeiten an. Auch die A8 blieb wegen des vielen Rauchs zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau gesperrt. Wie lang die Sperrung noch dauern wird, konnte ein Polizeisprecher nicht prognostizieren. Das hänge vor allem von der Geschwindigkeit der Löscharbeiten ab und davon, ob der Wind sich drehe, sagte er. Update, 10.15 Uhr – Weiterhin Chaos auf der A8 Weiterhin wütet der Waldbrand am Chiemsee bei Übersee. Weit über den Brandort hinaus kann man das Feuer wahrnehmen. Auf der A8 staut es sich durch die Sperrung in beide Richtungen über eine Stunde. Update, 8.15 Uhr – Umleitungsstrecke überlastet Die Autobahn ist im Abschnitt zwischen Bernau und Grabenstätt in beiden Richtungen weiterhin vollständig gesperrt (Stand: 8.10 Uhr). Die Sperrung wird laut Informationen von vor Ort auch noch einige Zeit andauern – wie lange genau, ist derzeit nicht bekannt. Auf der Umleitungsstrecke über Rottau, Grassau, Staudach-Egerndach und Übersee kommt es wegen hohen Verkehrsaufkommens zu erheblichen Behinderungen. Autofahrer sollten mit deutlichen Zeitverlusten rechnen. Update, 7 Uhr – Warnung für Bevölkerung Wie geht es nun am Montagmorgen mit den Löscharbeiten weiter? In den Morgenstunden sollen nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein Hubschrauber der Bayerischen Polizei eingesetzt werden, die mit Außenlastbehältern Löschwasser über dem Brandgebiet abwerfen. Derzeit (Stand: 6.30 Uhr) sind rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt sind Feuerwehren aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim sowie Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht, des Technischen Hilfswerks und der Polizei. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Die Autobahn ist weiterhin gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Darüber hinaus wurden nördlich und östlich des Chiemsees Messfahrten durchgeführt. In diesem Bereich könne es zu Geruchsbelästigungen durch Rauch kommen, hieß es. Für die betroffenen Gebiete wurde eine entsprechende MoWaS-Gefahreninformation veranlasst. „Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten“, hieß es in der Mitteilung weiter wörtlich. Zudem werden die Bürger gebeten, das betroffene Gebiet möglichst meiden, Einsatzkräfte nicht behindern und keine Drohnen im Umkreis zu starten. Update, 6.45 Uhr – Fotos von der Einsatzstelle Update, 6.30 Uhr – 200 Feuerwehrkräfte vor Ort Ein Waldbrandeinsatz beschäftigt seit den Nachtstunden die Einsatzkräfte im Gemeindebereich Übersee (Landkreis Traunstein). In einem Waldstück nahe der Ortschaft Damberg brennen derzeit rund fünfeinhalb Hektar Wald-, Gestrüpp- und Moorfläche. Rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht, des Technischen Hilfswerks und der Polizei sind aktuell vor Ort im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die A8 zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau gesperrt werden. Zudem wurde über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Gefahreninformation veröffentlicht. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht derzeit nicht. Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Gegen 23.45 Uhr war zunächst Alarm für die Feuerwehren Bernau (Landkreis Rosenheim) und Umgebung ausgelöst worden. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass es sich um einen Waldbrand beim Damberger Filz (Chiemseemoos) im Gemeindebereich Übersee handelt. Daraufhin wurde die Alarmierung angepasst. Aufgrund des erhöhten Koordinierungsbedarfs wurde Kreisbrandrat Christof Grundner zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt, wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mitteilte. In der ersten Einsatzphase wurden umfangreiche Riegelstellungen mit Strahlrohren aufgebaut und die direkte Brandbekämpfung eingeleitet. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung errichteten die Einsatzkräfte mehrere lange Schlauchleitungen. Zusätzlich wurde mithilfe von Kreisregnern eine Feuerwiderstandslinie eingerichtet. Die Maßnahmen zeigen derzeit Wirkung, sodass die Brandausbreitung innerhalb weniger Stunden eingedämmt werden konnte. Zur Lagebeurteilung kommen Drohnen der Bergwacht und der Polizei zum Einsatz. Darüber hinaus konnte bereits in der Nacht ein Hubschrauber eine erste Übersicht aus der Luft liefern. Die Erstmeldung: Das Feuer wurde am späten Sonntagabend (28. Juni) gemeldet. Daraufhin rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus. Betroffen ist ein Waldstück zwischen den Anschlussstellen Bernau am Chiemsee und Übersee, das direkt an die Autobahn angrenzt. Fotos aus der Nacht zeigten einen hellen Feuerschein und eine massive Rauchsäule.

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