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Großbrand in Krefeld und Meerbusch - Bahnstrecke gesperrt

Nation

Ein Großbrand an der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Meerbusch hat am Abend des Mittwochs, 12. August, Feuerwehren aus Meerbusch, Krefeld und der Region gebunden. An zahlreichen Stellen hatte die Vegetation entlang der Gleise der Deutschen Bahn Feuer gefangen. Nach Informationen der Leitstelle waren auch Feuerwehrkräfte aus anderen Städten im Einsatz. Aus Viersen und Dormagen sei je ein großer Tankwagen zur Unterstützung vor Ort gewesen. Auch aus anderen Kommunen seien Löschfahrzeuge zur Hilfe gekommen. Der Bahndamm brannte demnach auf mehreren Kilometern Länge. Eine starke Rauchentwicklung war nicht nur in Krefeld und Meerbusch, sondern etwa auch in Düsseldorf zu sehen. Auf Meerbuscher Gebiet seien rund zwei Kilometer betroffen gewesen, berichtet die Meerbuscher Feuerwehr. Zur Bekämpfung des Feuers arbeiteten die Einsatzkräfte an mehreren Einsatzabschnitten gleichzeitig. „Wir teilen uns die Einsatzstellen auf. Die Krefelder Feuerwehr übernimmt die Brände westlich der Gleise, wir östlich der Gleise“, erklärte Feuerwehrsprecher Tilmann Hennig. Das Feuer habe sich entlang der Gleise befunden, sich teilweise jedoch in die Fläche ausgebreitet. Im Stadtteil Osterath sei ein Garten, der sich direkt an der Bahnlinie befindet, auf etwa 150 bis 200 Quadratmetern vollkommen abgebrannt. Auf Meerbuscher Stadtgebiet war vor allem Vegetation betroffen, die Flammen kamen am Abend aber auch einem Hof nahe. „Wir schauen aktuell, wie wir den Hof sichern“, sagte Hennig. Die Lage werde „fortlaufend erkundet und bewertet“, heißt es in einer ersten Meldung am Abend. Auch in Krefeld war die Lage nach Angaben der Feuerwehr angespannt. So sei das Feuer erst nach einiger Zeit unter Kontrolle gewesen und drohte lange, Bauernhöfe und Wohnbebauung zu erreichen. Speziell ein Wohnhaus sei derzeit demnach bedroht gewesen, man habe die Situation aber beherrschen können. Felder hätten in Flammen gestanden und mehrere Tausend Quadratmeter Vegetation seien abgebrannt. Die Feuerwehr habe unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte – auch der Bahnfeuerwehr – daran gearbeitet, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die trockene Vegetation im gesamten Gebiet begünstigte aber die Ausbreitung des Feuers. Auch der vergleichsweise starke Wind habe die Flammen immer wieder angefacht und für eine weitere Verbreitung gesorgt. Erst nach rund drei Stunden seien die Brände so weit gelöscht gewesen. Ein bedrohtes Krefelder Waldstück habe ebenfalls geschützt werden können. „Wir wollen natürlich vermeiden, dass die Flammen das trockene Unterholz erreichen und die Bäume in Brand geraten“, sagte ein Feuerwehrsprecher während des Einsatzes. Größere materielle Schäden seien aber weitgehend vermieden worden. Einzig ein am Bahndamm geparktes Auto sei auf Krefelder Gebiet in Brand geraten. Personen seien nicht zu Schaden gekommen, heißt es von der Feuerwehr. Unterdessen sei das größte Problem die große Ausdehnung der Flammen gewesen. „Es ist nicht ein zusammenhängender Brand, sondern rund ein halbes Dutzend einzelner Brände allein auf Krefelder Stadtgebiet. Darum können wir nicht in einer konzentrierten Aktion vorgehen, sondern fahren immer dahin, wo es zu der Zeit am dramatischsten istm, und versuchen, hier die Flammen einzudämmen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Auch Landwirte seien an den Arbeiten beteiligt gewesen. „Wir bekommen hier große Unterstützung aus der Bauernschaft. Einige Landwirte beteiligen sich an den Arbeiten. Ein Landwirt ist mit einem großen Güllefass, das mit Wasser gefüllt ist, im Einsatz. Ein anderer pflügt ein Feld um“, hieß es am Abend von der Feuerwehr Krefeld. Dadurch sollte die trockene Vegetation untergepflügt werden und eine Sperre gegen eine weitere Ausbreitung der Brände gesetzt werden. Aufgrund des hohen Kräftebedarfs wurde auch für die Feuerwehr Meerbusch Vollalarm ausgelöst. Im Einsatz befanden sich demnach sämtliche Einheiten der Feuerwehr Meerbusch. Viele im Einsatz, andere stellen auch hier den Grundschutz in den Stadtteilen sicher. Ergänzend zu den Einheiten aus anderen Städten seien auch Drohnen des Rhein-Kreises Neuss zur Lageerkundung im Einsatz. Darüber hinaus unterstütze ein Hubschrauber der Polizei die Einsatzmaßnahmen. Das Feuer hatte auch Auswirkungen auf die Bahn. Die Strecke zwischen Neuss und Krefeld war gesperrt. Die Situation habe Auswirkungen auf den Zugverkehr in dem Bereich, es komme zu Verspätungen und Ausfällen, meldete die Bahn. „Die Strecke ist zwischen Neuss Hbf und Krefeld Hbf nicht befahrbar. Das Ende können wir leider noch nicht abschätzen. Grund dafür ist ein Feuerwehreinsatz. Die Züge halten am nächsten Bahnhof oder werden nach Möglichkeit umgeleitet. In der Folge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen“, hieß es auf der Bahnplattform zuginfo.nrw. Betroffen sind demnach aktuell die Linien RE 7, RE 10, RE 42, RB 33, RB 35 und RB 37. Nach Angaben der Bahn ist die Strecke noch den ganzen Tag gesperrt. Ein Bahnsprecher sagte am späten Abend, dass man davon ausgehe, dass mit Betriebsbeginn am Donnerstag die Freigabe erfolgen könne. Allerdings sei dies abschließend erst nach Kontrollen zu sagen. Die Feuerwehr untersucht auch noch Kabelstränge entlang der Gleise. Auch hier könnten Schäden lauern.

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