Großbritannien: 10.000 Pfund - Asylbewerber sollen Kosten für Versorgung zurückzahlen
Im Kampf gegen illegale Migration prüfen britische Behörden weitere Maßnahmen: Asylbewerber sollen künftig die Kosten für ihre Unterbringung und Versorgung zurückzahlen, bevor sie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien beantragen können. Dabei geht es um eine Summe von rund 10.000 Pfund, wie die Regierung am Montag mitteilte. Mit dem Vorschlag soll die illegale Einwanderung eingedämmt werden. Labour-Innenministerin Shabana Mahmood sagte, die Reformen sollten die Belastung für die Steuerzahler verringern. „Sobald die Menschen in der Lage sind, einen Beitrag zu leisten und die Großzügigkeit des britischen Volkes zurückzuzahlen, erwarten wir, dass sie dies auch tun“, erklärte sie. Im April hatten Großbritannien und Frankreich ein Abkommen unterzeichnet, mit dem die Zahl der Migranten reduziert werden soll, die den Ärmelkanal vom Norden Frankreichs aus in Richtung Südengland überqueren. Dafür hatte London seine Mittel für Maßnahmen zur Reduzierung der Zahl der Boote stark aufgestockt, und zwar von 540 Millionen Euro auf 766 Millionen Euro für den Zeitraum von 2023 bis 2026.