Großbritannien: Terrorverdächtige nach Festnahmen an US
In Großbritannien sind fünf Briten vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt worden, die am Sonntag wegen eines möglicherweise geplanten Anschlags auf einen Luftwaffenstützpunkt festgenommen worden waren. Die fünf Männer seien „nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen“ unter Auflagen freigelassen worden, erklärte Laurence Taylor von der Anti-Terror-Polizei am Montag.
Das bedeute nicht, dass die Ermittlungen beendet seien, fügte Taylor hinzu. Die fünf Männer unterlägen weiterhin „strengen Auflagen“ zu ihrem Aufenthaltsort und „ihren Kontakten zu anderen Personen“. Die Polizei verfolge mehrere Spuren – unter anderem prüfe sie, ob die Männer „im Auftrag eines anderen Staates“ gehandelt haben könnten.
Was geplant gewesen sein könnte, ist noch unklar. Konkret wurde die britische Polizei in der Nacht zu Sonntag zum Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen, nachdem in dem Gebiet „verdächtige Fahrzeuge“ beobachtet worden waren. Eine Anwohnerin berichtete der BBC, sie habe „eine große Gruppe maskierter Männer“ gesehen.
Der britische Premierminister Andy Burnham kündigte eine Krisensitzung im Zusammenhang mit dem Vorfall an. „Ich werde heute Nachmittag den Vorsitz bei einer Sitzung des Cobra-Gremiums führen, um sicherzustellen, dass wir uns ein vollständiges Bild der Lage machen und die Situation genau im Blick behalten“, sagte Burnham dem Radiosender LBC. Bei Cobra-Sitzungen kommen Regierungsmitglieder mit Vertretern von Polizei und Geheimdiensten zusammen.