DAX +0,78 % 26.536,32 Pkt 13:53:00 MDAX +1,04 % 32.672,42 Pkt 13:53:00 Euro Stoxx 50 +0,30 % 6.564,95 Pkt 13:53:00 Dow Jones +0,09 % 53.839,99 Pkt 22:39:34 S&P 500 +0,92 % 7.798,99 Pkt 22:35:03 Nasdaq +1,35 % 26.803,03 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,37 % 4.423,20 USD 13:57:53 Silber +0,38 % 65,12 USD 13:57:54 Brent +0,11 % 87,17 USD 13:57:28 WTI +0,46 % 81,62 USD 13:57:57 Bitcoin -0,98 % 62.778,03 USD 14:07:57 EUR/USD +0,36 % 1,15710 USD 14:07:20 EUR/GBP +0,07 % 0,85450 GBP 14:07:59 EUR/CHF +0,16 % 0,93890 CHF 14:08:00 EUR/JPY +0,17 % 183,983 JPY 14:07:58

Große Umstellung bei Telekom-Anschlüssen: 1,3 Millionen Haushalte betroffen

Wirtschaft

Nicht jeder Haushalt nutzt DSL oder gar Glasfaser. Wie die Deutsche Telekom mitteilt, ist man gerade dabei, ältere Anschlusstechnik schrittweise abzulösen. Die Rede ist dabei von rund 1,3 Millionen reinen Telefonanschlüssen, die auf Mobilfunk-, FTTH- und DSL-Lösungen umgestellt werden sollen. Wer einfach nur einen simplen Telefonanschluss ohne Internet weiternutzen möchte, fällt in die Zielgruppe für die neue Telefon-Box „Call Connect via Funk“. Sie ermöglicht Telefonie über das Mobilfunknetz. Das bisherige Festnetztelefon kann oft weiter genutzt werden. Wichtig: Unterstützt werden nur Festnetz-Telefone mit Tonwahlverfahren. Alte Wählscheiben-Telefone mit Impulswahlverfahren funktionieren nicht an der Box. Kleine Box für Analog-Telefon Zielgruppe dürften eher ältere Nutzer sein, die keinen Internet-Anschluss brauchen, sondern mit einem Festnetztelefon grundlegend zufrieden sind. Die kompakte Telefon-Box (180 Gramm) sieht auf einen flüchtigen Blick aus wie ein WLAN-Repeater. Sie wird einfach in eine Steckdose gesteckt und die Verbindung dann nicht mehr über die bisherige Telefonleitung, sondern über Mobilfunk (4G / LTE) hergestellt. Die Installation ist einfach und unkompliziert gehalten. Ein vorhandenes Analog-Telefon muss dabei nur in die mittlere TAE-Buchse (TAE-F) gesteckt werden. In rund 15 Minuten soll sich das komplette System selbst konfigurieren. ANZEIGE ANZEIGE Das Einsetzen einer SIM-Karte ist dabei nicht erforderlich. Die Festnetz-Rufnummer bleibt vollständig erhalten und kann so für ankommende und abgehende Gespräche weiter genutzt werden. Findet man einen Ort mit gutem 4G-Empfang, sollte die Umstellung in der Praxis reibungslos erfolgen. MEHR ZUM THEMA Glasfaser Karte: Telekom Netzausbau Vergleichsweise hohe Kosten Für die doch recht abgespeckte Funktion eines reinen Telefonanschlusses fallen realtiv hohe Kosten an: Hardware: Einerseits müssen Telekom-Kunden für die Telefon-Box zahlen. Sie kostet monatlich 3,95 Euro oder einmalig 99,99 Euro. Tarif: Mit „Call via Funk“ bietet die Telekom zwei Tarifvarianten an. Call Basic via Funk und Call Comfort via Funk sind neue Festnetz-Tarife auf Mobilfunkbasis, die keine Internetnutzung enthalten. „Call Basic via Funk“ enthält 120 Freiminuten und ist für monatlich 22,95 Euro erhältlich. „Call Comfort via Funk“ bietet eine Flatrate ins deutsche Festnetz und kostet 32,45 Euro im Monat. Die Telefonbox bietet noch zwei weitere Anschlüsse (TAE-N), etwa für einen Hausnotruf oder eine Alarmanlage. Ansonsten sind nur noch eine USB-Service-Buchse und ein Reset-Knopf am Gerät verfügbar. Eine Leuchtanzeige zeigt die erfolgreiche Einrichtung sowie mögliche Störungen an. Folgende Schritte sind für die Einrichtung nötig: Standort wählen: Die Box am besten nahe einer Außenwand und möglichst hoch im Raum platzieren. Raumecken, Stahlbetonwände und nähere Umgebung zu anderen Elektronikgeräten (wie Fernsehern) meiden. Telefon anschließen: Das Festnetztelefon in die mittlere Buchse (TAE-F) der Telefon-Box stecken. An den Strom anschließen: Die Telefon-Box direkt in eine funktionierende Steckdose stecken, das Gerät startet und konfiguriert sich automatisch. Warten: Der Start- und Einrichtungsvorgang dauert rund 5 bis 15 Minuten. Die Box währenddessen nicht vom Strom trennen. Fertigstellung prüfen: Wenn die Status-LED durchgehend grün leuchtet und beim Abheben des Telefonhörers das Freizeichen ertönt, ist die Box einsatzbereit. MEHR ZUM THEMA Telekom Netzabdeckung Karte Ende einer Übergangstechnik Kernnetz und Vermittlungsebene hat die Telekom schon bis 2020 auf IP-Technik umgestellt. Jedoch gibt es seitdem eine Übergangslösung für Haushalte, die einen reinen Telefonanschluss behalten wollen. Über die Vermittlungsstelle werden sogenannte MSAN-POTS bereitgestellt, um analoge Telefonanschlüsse zu bedienen. Damit ist vor Ort kein Router nötig, obwohl sich das Hintergrundnetz im Vergleich zu Analog-Zeiten komplett verändert hat. Diese Übergangslösung läuft jetzt aber schrittweise aus, sodass betroffene Haushalte umgestellt werden müssen. Die Telekom will vor einer Umstellung prüfen, welche Lösungen am Standort verfügbar sind. Außerdem sollen Gegebenheiten und Besonderheiten vor Ort geklärt werden. Wichtig: Kunden sollten die Funktionsweise von Sonderdiensten wie Hausnotruf, Alarmanlagen oder weiteren angeschlossenen Geräten prüfen und sich mit dem jeweiligen Anbieter in Verbindung setzen. Wer von der Telekom Post diesbezüglich erhält, sollte sich Gedanken machen, ob man weiterhin nur reine Telefonie benötigt oder nicht doch auf einen Anschluss mit Internetzugang umsatteln möchte.

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