Großeinsatz an Gymnasium in Schongau: Hinweise auf „Amoklage“
Startseite Panorama Großeinsatz an Gymnasium in Schongau: Schock über mutmaßliche Amoktat – was wir bislang wissen Von: Benedikt Strobach, Elisa Buhrke Uns auf Google folgen An einem Gymnasium in Schongau ist es am Mittwoch mutmaßlich zu einem Amoklauf gekommen. Mehrere Personen wurden verletzt, die Polizei ist im Einsatz. Schongau – Bei einem Vorfall am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind nach Angaben der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Nach und nach werden mehrere Details bekannt. Was wir bislang über den Großeinsatz am Gymnasium in Schongau wissen: Am frühen Mittwochnachmittag ist es am Welfen-Gymnasium in Schongau zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann sprechen beide von einer Amoktat. Es gibt mehrere Verletzte. Mindestens zwei Mädchen wurden nach Angaben der Polizei schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht, befinden sich aber nicht in Lebensgefahr. Laut Innenminister Herrmann seien die Schülerinnen durch Messerstiche des Täters verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Es handelt sich um einen 16-Jährigen. Er soll den Angaben zufolge mit einem Messer und einer Schusswaffe unterwegs gewesen sein. Der Jugendliche befand sich laut Innenminister Herrmann in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Seinen Angaben zufolge hat der 16-Jährige die kroatische Staatsbürgerschaft und wohnte zuletzt bei seinen Eltern. Es gibt keine Hinweise auf einen weiteren Tatverdächtigen, heißt es von der Polizei. Absuchmaßnahmen der Schule laufen jedoch noch. Mehrere Hubschrauber sind nach Angaben der ADAC-Luftrettung im Einsatz. Insgesamt sechs Helikopter, davon vier von der ADAC Luftrettung. Einer der vier Hubschrauber sei für die Versorgung von Verletzten genutzt worden. Was wir bislang nicht wissen: Wie viele Personen insgesamt verletzt wurden, dazu machte die Polizei zunächst keine Angaben. Das Motiv des Täters war zunächst nicht bekannt. Es ist laut Polizei aktuell noch unklar, ob sich Täter und Opfer kannten. Es gebe laut Herrmann Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert. Aktuelle Informationen werden in diesem Artikel zeitnah ergänzt. Mögliche Amoktat: Großeinsatz an Gymnasium in Schongau Update, 8. Juli, 16.43 Uhr: Der nach einer möglichen Amoktat an einer Schule in Bayern festgenommene Täter war nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Das sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur in München. Weitere Hintergründe und Details könne man aber noch nicht nennen, das werde nun alles sorgfältig recherchiert. Zudem sagte Herrmann, es gebe Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert. Update, 8. Juli, 16.25 Uhr: Die beiden bei einer möglichen Amoktat in einem oberbayerischen Gymnasium schwer verletzten Mädchen sind laut einem Polizeisprecher außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Gymnasiums in Schongau, auf dessen Schulgelände sich der Vorfall ereignet hatte, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Ob es sich beim festgenommenen 16-Jährigen ebenfalls um einen Schüler des Welfen-Gymnasiums handelt, blieb zunächst weiter unklar. Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Schongaus Bürgermeister Thomas Schleich (UWV) zeigten sich betroffen und schockiert. Update, 8. Juli, 15.22 Uhr: Am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau hat sich eine mutmaßliche Amoktat ereignet – mindestens zwei Mädchen wurden dabei schwer verletzt. Die Polizei brachte sie ins Krankenhaus. Ob sie in Lebensgefahr schwebten, war zunächst nicht bekannt. Auch ob die beiden Schülerinnen des Gymnasiums sind, blieb vorerst offen. Die Gesamtzahl der Verletzten lag laut einem Polizeisprecher im einstelligen Bereich. Kurz nach der Tat nahmen Beamte einen 16-Jährigen fest. Ob auch er das Welfen-Gymnasium besuchte, war zunächst unklar. Zur möglichen Tatwaffe äußerte sich die Polizeisprecherin nicht. Die Behörden rückten mit zahlreichen Kräften an und riegelten das Schulgelände ab; die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Areal zu meiden. Für besorgte Eltern und Angehörige richtete die Feuerwehr eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus ein. Erstmeldung, 8. Juli, 14.35 Uhr: Am Welfen-Gymnasium in Schongau ist es am frühen Mittwochnachmittag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Nach ersten Informationen gab es dabei mehrere Verletzte. Wie viele Menschen genau verletzt wurden, darüber kursieren derzeit verschiedene Informationen: Laut dpa-Angaben blieb die genaue Anzahl an Personen zunächst unklar, es handle sich aber um eine einstellige Zahl. Laut Berichten der Bild handelt es sich um vier Schwerverletzte mit Stichverletzungen. Nach Polizeiangaben gibt es Hinweise auf eine „Amoklage“. Der mutmaßliche Täter – ein Mann – sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Zu einem möglichen Motiv hielten sich die Ermittler zunächst bedeckt. Sämtliche Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden. Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern können in einer Anlaufstelle am Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße 46 unterkommen. Schongau ist eine Kleinstadt in Oberbayern am Ufer des Lechs mit mehr als 12.000 Einwohnern. Es liegt etwa 50 Kilometer Luftlinie südwestlich von München entfernt.