Großeinsatz in Indonesien läuft
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Über 120 Vermisste nach Fährunglück in Indonesien: Zahl der Toten steigt, Rettungseinsatz läuft
Von: Moritz Bletzinger
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Der Funkkontakt riss plötzlich ab. Zwischen Java und Kalimantan ist eine Passagierfähre in Not geraten. Behörden melden mindestens ein Todesopfer.
Jakarta – Update vom 13. September, 12:06 Uhr: Nun melden die Rettungskräfte, mindestens sechs Menschen seien beim Fährunglück in Indonesien ums Leben gekommen. Der Einsatz auf hoher See zur Suche nach Vermissten dauere noch an. 115 Menschen wurden laut der Stadt Banjarmasin bereits gerettet, mehr als 120 werden aktuell vermisst.
Erstmeldung vom 13. September, 7:51 Uhr: In der Javasee ist die indonesische Fähre „Virgo Transport 8“ mit 243 Menschen an Bord in Seenot geraten. Am Sonntagmorgen (13. September) riss der Funkkontakt bei rauem Seegang ab. Ein Rettungseinsatz läuft.
Nahe Schiffe eilten zur Hilfe und zogen Dutzende Menschen aus dem Wasser. Wie viele genau gerettet wurden, ist noch unklar: Die zuständige Such- und Rettungsbehörde der Stadt Banjarmasin sprach zunächst von 53 Überlebenden und einer toten Person. Örtliche Medien zitierten einen Hafenmanager mit einer deutlich höheren Zahl – demnach seien bereits 115 Menschen in Sicherheit.
Fähre in Indonesien verunglückt: Letzte bekannte Position 150 Kilometer vor Zielhafen auf Borneo
Die Fähre war von der Großstadt Surabaya auf der Hauptinsel Java in Richtung Banjarmasin unterwegs, knapp 500 Kilometer entfernt in der Provinz Süd-Kalimantan auf Borneo. Die letzte bekannte Position des Schiffs stammte vom frühen Morgen – zu diesem Zeitpunkt befand es sich noch rund 150 Kilometer vor dem Zielhafen.
Indonesien besteht aus mehr als 17.000 Inseln. Für den Inselstaat mit rund 280 Millionen Einwohnern sind Fähren unverzichtbar – sie verbinden die Inseln und transportieren täglich Passagiere und Fracht über weite Wasserwege. Erst im Januar dieses Jahres hatte sich ein Schiffsunglück abgespielt: Vor den südlichen Philippinen sank die Passagierfähre „M/V Trisha Kirstin 3“ mit mehr als 300 Menschen an Bord. Mindestens 18 Passagiere kamen ums Leben.